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Jakobs Restaurant

Deutschland
Restaurant
feine französische Küche und rustikaler Vierländer-Enten-Schmaus

Es dürfte in der Gourment-Szene längstens bekannt sein, dass das Restaurant "Jakob" (beheimatet in gleichnamigem alt-ehrwürdigen Luxushotel Louis C. Jakob) seit Jahrzehnten zu den besten Hamburgs zählt. Küchenchef Thomas Martin ist weithin berühmt für seine feine, der französischen Küchenstilistik verschriebenen Küche, die mit immer wieder faszinierend neuen und kreativen Ideen begeistert. Das ist die eine, die mondäne Gourmetwelt des Restaurants, doch wir von der Contadino-Redaktion lieben das Restaurant aus einem anderen, weit weniger bekannten Grund, der sich "Vierländer Bauernente" nennt.

Hamburg und sein Umland ist seit Hunderten Jahren ein Zentrum der Geflügelzucht. Während die Elbmarschen Hamburgs als das Zentrum für Stubenküken, jenen legendären von den Elbmarschbauern in der Stube aufgezogenen und jung geschlachteten Hühnern, gelten, so ist das sogenannte Vierland im Bezirk Bergendorf die Heimat allerfeinster Gänse und Enten. Dieses saftig zarte Federvieh namens "Vierländer Bauernente" ist also einer der kulinarischen (Haupt-)Gründe, warum wir immer wieder gerne ins "Jakob" kommen - denn hier werden sie in selten guter Qualität aufgetischt!

Vierländer Bauernente bekommt man in Hamburg kaum irgendwo besser, als bei Thomas Martin, der mit ihnen einen wahrhaft vollendet knusprig-saftigen Enten-Schmaus auf die Teller bringt. Man sagt ja, dass die Ente ein „komischer Vogel“ sei, weil für eine Person zu viel und für zwei Personen zu wenig dran sein soll, aber die Ente im Jacob ist derart sensationell, dass dieser Spruch hinfällig ist: man muss einfach allein einen ganzen Vogel genießen (klingt vielleicht egoistisch, aber wer den Vogel jemals gekostet hat wird das nachvollziehen können) … man kann ja auf „Beilagen“ verzichten, nicht allerdings auf den perfekt mit Portwein abgeschmeckten Jus. Und wer partout nicht auf "Gemüse" verzichten will, ja dem sei empfohlen sich lediglich an das glasierte Gemüse zu halten, weil die rosa gebratene Ente so pur, so rein und so perfekt mundet, das nichts (absolut nichts!) dieses Vergnügen trüben oder verfälschen sollte.

Trotz aller Eleganz und trotz aller hanseatischer Gediegenheit ist die Atmosphäre im Hotel Jacob „locker", so dass Genussmenschen leger an der Hotel-Bar(!) sitzend ihre Ente schmausen dürfen und nicht unbedingt steif und (unbequem) angekleidet im Restaurant tafeln müssen - es versteht sich von selbst, dass der Entenschmaus von einer (oder auch mehren) Flasche(n) Champagner begleitet sein sollte - der traumhafte Ausblick auf die vorbeiziehende Elbe ist inklusive. So schön kann das Genießerleben sein, besser geht das kaum … ja, das ist Hamburg!

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