Menschen

Gasthaus Jell

Österreich
Gasthaus/ Wirtshaus
Zwischen Altem und Neuem, zwischen Leichtigkeit und Professionalität wird hier nach Herzenslust geschlemmt.

Das Gasthaus Jell liegt im ältesten Stadtteil von Krems, dem Tor zur Wachau. Hier, am Hohen Markt werkt eine der liebenswürdigsten Köchinnen Österreichs, die zudem niemals ihre kulinarischen Wurzeln vergessen hat; als „Entdeckungsreisen mit Bodenhaftung“ kann man ihre Küche wohl am treffendsten beschreiben.

„Meine besten Ideen hab ich immer am späten Abend. Wenn ich nach der Sperrstunde mit meiner Köchin Silvia bei einem Glaserl Wein sitze und tief durchatme, dann ist der Kopf wieder frei für Neues. Wir spinnen dann so vor uns hin, was man nicht alles machen könnte und womit wir unsere Gäste wieder überraschen werden. Und dann bleibt oft eine Idee hängen. Gleich am nächsten Tag gehen wir in unsere „Versuchsanstalt“, die Wirtshausküche, und setzen die Idee vom Vortag um. Klar, dass bei strengem Küchenlicht nicht sehr viel von dem übrig bleibt, was am Vortag so verlockend schien, aber manch ein Gericht schafft es dann doch auf die Karte. Und einige wenige davon werden sozusagen zu jungen Klassikern. Das sind dann jene Gerichte, die wir nicht von der Karte nehmen dürfen, weil sonst zu viele Gäste dagegen protestieren würden.“, so Ulli Amon-Jell über ihre Küche.

Und in der Tat ist ihre Küche ein ständiges Spiel zwischen Altem und Neuen, ein ständiger Prozess Neues zu entdecken ohne dabei das Alte über Bord zu werfen. Ulli Amon-Jell hat einfach Spaß am Kochen und am Genuss und diese Freude will sie auch ihren Gästen vermitteln. Dabei vergisst sie aber niemals, dass sie Österreicherin ist und ihre Wachauer Wurzeln finden sich in nahezu allen Gerichten wieder.

Im 16. Jahrhundert wurde das Haus am Hohen Markt errichtet du in seiner langen Geschichte war es nahezu immer eine Stätte, in der Gäste bewirtet wurden. Ein Wirtshaus im ursprünglichsten Stil eben. Ihre Familie ist 1867 hier heimisch geworden, es war ihr Urgroßvater Josef Jell, der das Gebäude erworben und mit seiner Frau Anna die Wirtshaus-Generation begründet hatte, in deren vierter Generation nun Frau Amon-Jell werkt. Sie ist in diesem Haus aufgewachsen und sagt von sich, dass sie niemals woanders leben wollen würde, als in dem ehrwürdigen und wuchtigen Bau, in dem sie sich geborgen und beschützt fühlt; geradezu liebevoll nennt sie ihn „mein großes Wohnzimmer“.

Zu einer Wirtshausküche wie Ulli Amon-Jell sie interpretiert gehört auch eine gewisse Großzügigkeit. Bei aller Kreativität darf bei ihr keiner hungrig vom Tisch gehen. Erbsen- und Kalorienzähler sind hier absolut fehl am Platze. Zum Gedeckt gibt es beispielsweise Selchspeck (aus der Fleischhauerei ihres Gatten), Leberpastete und Kräutertopfen. Ja, im „Wirtshaus“ wird nach Herzenslust geschlemmt und dazu werden die edesten Kreszenzen Österreichischer Topwinzer genossen. Ein Platz zum Wohlfühlen!

Übrigens, wer das Glück hat, einen Blick in ihre Küche zu werfen, wird feststellen, mit welcher Leichtigkeit und Freude Ulli Amon-Jell ans Werk geht. Neben aller Konzentration und Professionalität geht es hier nie akribisch, dafür nahezu immer lustig zu! (Daher haben wir uns auch entschlossen, alle Fotos für dieses Kapitel in ihrer „Versuchsanstalt“, eben der Wirtshausküche, aufzunehmen.).

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