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Trattoria da Romano

Italien
Restaurant  Trattoria/ Taverne
Gasthaus-Juwel auf Burano

Inmitten der Touristenströme, welche sich vor allem zur sommerlichen Hochsaison auf den Straßen Buranos meist auf der Suche nach der berühmten Spitze bewegen, findet der Genuss und Ruhe suchende Reisende mit der Trattoria da Romano ein selten gewordenes Juwel. Seit 1910 besteht diese überaus sympathische Destination venezianischer Gasthauskultur und die zahlreichen Zeichnungen, welche die Wände des Lokals zieren, zeugen von einer glorreichen Vergangenheit als "Künstlerlokal".

Das Interieur mag auf den ersten Blick etwas kitschig wirken, doch ist genau das einer der Reize des Lokals, der dann zum längeren Verweilen anregt - das Auge isst hier mit, aber auf eine ganz andere Art. Und das erfreuliche ist, dass das Romano alles andere als eine "Touristenfalle" ist, sondern nicht nur eines der traditionellsten, sondern auch unstrittig eines der besten Fischrestaurants in der Lagune.

In der (italienischen) Gourmet-Welt ist das Romano vor allem für seinen Risotto de gò bekannt - jenen unverwechselbaren Risotto mit Grundelfisch, den man eigentlich nur in der nördlichen Adria authentisch zubereitet genießen kann. Risotto kochen können viele venezianische Lokale, doch nirgends wird er derart kunstvoll zubereitet wie hier: der fast fertig gegarte Reis wird nämlich mittels geschickter, ruckartiger Bewegung aus dem Topf in die Luft geschleudert und anschließend wieder akrobatisch aufgefangen. Dadurch wird der Risotto nicht nur besonders flaumig, sondern auch besonders cremig, weil die Reiskörner beim zurückfallen in den Topf aneinander schlagen und dabei Stärke an die Sauce abgeben, die somit eine perfekte Bindung erfährt. Es ist nicht bekannt, wer diesen "Trick" erfunden hat. Tatsache ist aber, dass der Risotto hier ganz besonders elegant wirkt und mit seinem Wohlgeschmack der Zunge ein unvergessliches Erlebnis bereitet.

Neben der Hausspezialität Risotto de gò darf den Freunden venezianischer Küche der Risotto nero di sepia (hier ebenso zubereitet) ans Herz gelegt werden - am besten man nimmt eine Kombination aus den beiden Gaumenfreuden (siehe Foto).

Als Vorspeise empfehlen sich die köstlichen Folpi (kleine gekochte Oktopusse, kalt serviert). Und keinesfalls entgehen lassen sollte man sich die frittierten Moleche (Weichschalenkrebse, nur während der Saison im Frühjahr und im Herbst), die im Romano mit frittiertem Gemüse aus San Erasmo aufgetischt werden. Und zum Dessert darf es ein Stück von einer der verführerischen Torten sein, denn die Süßen Verführungen sind eine der Spezialitäten dieser zauberhaften Insel.

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