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Knoblauch in der Österreichischen Küche

vor allem im Osten wird die dufte Knolle heiß geliebt

Bereits in der Antike diente der Knoblauch als lustfördernde und sogar aphrodisierende Pflanze, so empfahl z.B. der Dichter Vergil die „weiße Zwiebel“ zur Steigerung der Potenz. Tatsächlich ist der Knoblauch nicht wirklich potenzfördernd, allerdings trotzdem sehr gesund. Schon Louis Pasteur beschäftigte sich intensiv mit der Erforschung der antibakteriellen Wirkung des Knoblauchs, so dass schließlich in den Lazaretten des Ersten Weltkrieges tonnenweise Knoblauch als natürliches Antibiotikum verwendet wurde. Auch Salmonellen lassen sich mit Knoblauch verhindern, so können sich Salmonellen selbst in hausgemachter Mayonnaise aus rohen Eiern nicht vermehren, wenn diese mit reichlich gepresstem Knoblauch verfeinert wurde.

Knoblauch spielt in der Österreichischen Gemüsekultur eine wichtige Rolle und ist als einzigartiger Aromaspender aus der Küche nicht mehr wegzudenken; unverzichtbar für feine Gerichte mit z.B. Lamm, Kitz, Kaninchen und Gemüsen. Ein Klassiker der Österreichischen Küche ist die wunderbare Knoblauchcremesuppe, noch kräftiger im Geschmack ist die burgenländische Knouflsupp’m und das bekannteste Knoblauch-Gericht überhaupt ist mit Sicherheit der Wiener Vanillerostbraten. Ein Leckerbissen der alten Bauernküche ist zudem der sogenannte „Husarenrostbraten“, hierfür werden Scheiben altbackenen Brotes in reichlich Schmalz mit Knoblauch geröstet und danach mit zerriebenem und gesalzenem Knoblauch bestrichen.

Das burgeländische St. Margarethen ist nicht nur berühmt für seinen alten Römersteinbruch, in dem jeden Sommer Festspiele stattfinden, sondern auch für seine „Knoflfabrik“, wie der Betrieb von Ernst Graf im Volksmund genannt wird. Die Firma Graf produziert nämlich Gewürzextrakte und Pflanzenkonzentrate aus Knoblauch und Zwiebeln. Hauptabnehmer ist zwar die Industrie, doch finden auch „Private“ hier Schmankerln wie Knoblauchpaste oder Knoblauchcroûtons.

Köstlich schmecken auch der in eingelegte Knoblauch vom Gurkenprinz und der Weingartenknoblauch von Erich Stekovics. Eingelegter Knoblauch ist im übrigen viel milder als frischer und schmeckt vorzüglich zur Brettljause, eignet sich bestens zum Aromatisieren von Salaten oder kann als pikante Garnitur verwendet werden..

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