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Almenland Almochse

Österreich
Fleisch
Durch die extensive Ochsenweidehaltung auf alpinen Weiden wachsen die Almenland Almochsen zu wahren Köstlichkeiten heran.

Im nordwestlichen Teil des Grazer Berglandes befindet sich das Steirische Almenland. Als Naturpark ausgezeichnet, soll hier die Schönheit des Almparadies bewahrt werden und somit auch die wunderbaren kulinarischen Köstlichkeiten. Die besonderen Boden- und Klimaverhältnisse ermöglichen eine extensive Ochsenweidehaltung auf alpinen Weiden. Die gutmütigen und wenig stressanfälligen Rinder haben sich optimal an das Klima der Region angepasst und stärken sich auf den saftig-grünen Wiesen an Kräutern, Weidegräsern und frischem Felsquellwasser. Durch diese Haltung der Tiere besitzt das Fleisch einen einzigartige Geschmack – die Region wird regelrecht „schmeckbar“. Zudem trägt die umweltbewusste und bodenschonende Bewirtschaftung der Höfe und Almen wesentlich zur nachhaltigen Aufrechterhaltung der alpinen Landschaft in der Region bei.

Der steigende Bedarf an Grund und Boden führte dazu, dass ab dem Mittelalter ganzjährig bewohnte Siedlungen in höheren Gebieten errichtet wurden. Der „Almmeierhof“ gilt als einer der ersten Höfe in der Region Almenland, der zur Viehzucht eingerichtet wurde. Mit den Jahren intensivierte sich die Almwirtschaft im gesamten Hochtal Almenland. Zu dieser Zeit bestand das Almvieh überwiegend aus Zugochsen. Ältere Tiere wurden zur Einbringung der Heu- und Getreideernte sowie dem Anbau der Wintersaaten gebraucht und wurden nach getaner Arbeit größtenteils zur Ausmast gebracht. Das „gut ausgereifte Fleisch“ der Tiere landete nicht selten als „Klassisches Rindfleisch vom Ochsen“ auf den Tellern der Wiener Küche.

Mit der fortschreitenden Mechanisierung in der Landwirtschaft, verlor der Zugochse an Bedeutung und die Bauern stellten auf Milchviehhaltung um. In den 60er Jahren setzte ein deutlicher Trend vom Rinder- zum Waldbauern ein, was zu einem erhöhten Waldanteil in der Region führte.

Die Bezeichnung „ALMO Steirisches Almochsenfleisch“ wurde im Jahr 1989 registriert, ein paar Jahre später schlossen sich 12 oststeirische Gemeinden rund um die Teichalm und Sommeralm zur Region „Almenland“ zusammen – mit dem Leitprodukt „ALMO“. Heute wird der ALMO zusätzlich zu der Region in der Steiermark auch auf einigen Almgebieten Niederösterreichs und Kärntens hergestellt, wo die Tiere von Mai bis Oktober auf Almen und Weiden gehalten werden. Unter die Bezeichnung „Almenland Almochse“ fallen Ochsen unterschiedlicher Rassen. So gehören neben dem reinrassigen Fleckvieh, Limousin, Franken und dem reinrassigen Blondvieh, auch die gefährdete einheimische Steierische Rinderrasse Murbodner sowie alle Kreuzungen innerhalb dieser Rassen. Die Haltung der Tiere ist so zu gestalten, dass in jeder Lebensphase ein optimales Wohlbefinden sichergestellt wird. Das Wissen um die Aufzucht von Almenland Almochsen wird von Generation zu Generation weitergegeben.

Mit einem Lebendgewicht von ca. 700 kg werden die Ochsen mit durchschnittlich 25 Monaten in einem zertifizierten EU-Schlachthof im Bezirk Weiz geschlachtet. Die Anlieferung erfolgt überwiegend von den Bauern selbst, wodurch sich der Stress minimiert und die Fleischqualität eine bessere ist. Im Durchschnitt werden 20 Ochsen pro Jahr von einem ALMO-Bauern gehalten, wovon 9 bis 10 Stück vermarktet werden. Rund 10 % der 500 Mitgliedsbetriebe sind Bio-Betriebe.

Das Fleisch wird als Rohware – traditionell österreichisch als Tafelspitz, Schulterscherzl, mageres Meisl, Brustkern und Beinfleisch – oder verarbeitet angeboten.

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