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Eferdinger Landl Gemüse

Österreich
Das fruchtbarste Becken Österreichs – das Eferdinger Becken – bietet gar vielfältige Gemüseköstlichkeiten.

Zarte Karfiol und Brokkoliröschen schmeicheln den Gaumen, frische Erdäpfel und herrlich leichte Gurken und Zucchini laden zum Schlemmen ein, herzhaftes Weiß- und Rotkraut verleiht zum Schwärmen, g’schmackiger Kohl und würzige Porree versorgen mit den wichtigsten Vitaminen, wenn die Tage kürzer werden und die Natur langsam zur Ruhe kommt, und aromatische Paprika strahlen mit prallen, duftenden Paradeisern, roten Rüben, Karotten, Sellerie oder schwarzem Rettich um die Wette: Im Eferdinger Gemüselandl gedeihen die vielfältigsten Gemüsarten in wunderbarer Fülle und liefern fabelhafte Zutaten für raffinierte Gerichte.

Der Garant für die Qualität des Eferdinger Landl Gemüses? Strenge Produktionsrichtlinien, die konsequent von unabhängigen Stellen kontrolliert werden. Mehr als 70 verschiedene Gemüsearten werden hier, im kleinsten Bezirk Oberösterreichs, von rund 150 bäuerlichen Familienbetrieben auf ca. 1.000 ha Anbaufläche mit viel Liebe, Innovationsgeist und in sorgfältiger Handarbeit im natürlichen Jahreskreislauf produziert: Knackige Salate, leuchtend rote Radieschen, gschmackig-herzhafter Bierrettich, zarter Kohlrabi und der weithin bekannte Eferdinger Spargel lassen im Frühling die Herzen der Gemüseliebhaber höher schlagen.


Die Besonderheit der Gemüseregion Eferdinger Landl

Das Eferdinger Gemüselandl ist eine geografische Besonderheit in Oberösterreich. Südlich der Donau im Zentralraum gelegen, schmiegt sich die klimatisch begünstigte Beckenlandschaft harmonisch an die sanften Hügelketten der Umgebung an. Das Ergebnis? Sandige, fruchtbare Böden, optimales Klima. Diese ausgezeichneten Bedingungen und die besondere Leidenschaft der Menschen, die von ihrer Berufung, dem Gemüseanbau, überzeugt sind, bieten die optimalen Voraussetzungen dafür, was Gemüsegourmets am Eferdinger Landl so lieben: Taufrisches Gemüse, das praktisch vor der Haustür wächst. Fügt man zu diesen Boden-, Wasser und Klimabedingungen, die optimaler nicht sein könnten, noch die Tatsache hinzu, dass das traditionelle Wissen der Gemüsebauern der Region von Generation zu Generation mit äußerster Sorgfalt weitergegeben wurde, so scheint sonnenklar, weshalb das Gemüse im Eferdinger Gemüselandl so gut schmeckt, wie es zweifelsohne tut.


Geschichte des Eferdinger Landl Gemüse

Das Kultivieren und Genießen von Gemüse, aber auch das Leben und die Arbeit in natürlichen Kreisläufen haben im Eferdinger Landl eine lange Tradition: Erste Hinweise darauf finden sich bereits in den Aufzeichnungen der oberösterreichischen Klöster und Herrschaften aus dem 13. Jahrhundert. In Aufzeichnungen aus dem 17. Jahrhundert wird der Anbau von „Umurken“ (Gurken) und „Caruil“ (Karfiol) erwähnt. Der erste Erdäpfelanbau wird im Jahr 1774 erwähnt. Lange Zeit waren Kraut und Erdäpfel die vorherrschenden Gemüsesorten. Auch Rote Rüben, Kohlrabi, Endivien, Vogerlsalat, Kürbisse und Fisolen waren allerdings bereits bekannt.

Das Geheimnis des Erfolgs des Bezirks Eferding als Handels- und Handwerkszentrum ist leicht erklärt: Die Nähe des Eferdinger Beckens zu den Städten Linz und Wels sowie die allgemein verkehrsgünstige Lage des Eferdinger Beckens bildeten die Grundlagen für die rasche Entwicklung des Gemüseanbaus und Gemüsehandels.

Bis ins 20. Jahrhundert wurden große Lieferungen an Gemüse mit Flößen auf verschiedenen Seitenarmen der Donau bis nach Linz transportiert. Marktfahrer verwendeten spezielle Schiffe (sogenannte Plätten), um das Gemüse flußabwärts nach Linz zu bringen. Sobald die Ware verkauft war, gingen die Marktfahrer zu Fuß zurück, während die Plätten an Schiffe gebunden und von Pferden wieder stromaufwärts heimgezogen wurden.

Die Gründung der Eferdinger Gartenbaugesellschaft durch regionale Gemüsebauern im Jahr 1941 führte zu einer großflächige Erweiterung der Gemüseanbauflächen in der Region. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Gemüseangebot um Chinakohl, Endivien, Sellerie, Spinat und Karotten erweitert. Anfang der 1950er Jahre begann die Eferdinger Gartenbaugesellschaft mit der Konservierung von Gemüse. Im Jahr 2002 schlossen sich 31 Bauern zur Erzeugergemeinschaft "Eferdinger LandlErdäpfel" zusammen. 2004 haben sich ausgewählte Gemüsebauern, -händler und Wirte zusammengeschlossen und den Verein „Eferdinger GemüseLust“ gegründet. 2004 wurde die Bezeichnung „Eferdinger GemüseLust - Das Vergnügen der Vielfalt“ als Wortbildmarke registriert.

Eine weite Geschichte, auf die das Eferdinger Gemüse zurückblicken darf. Und weil harte Arbeit und Ausdauer belohnt wird, darf sich das Eferdinger Landl heute als Zentrum des oberösterreichischen Gemüseanbaues rühmen.

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