Menschen

Gänse aus dem Seewinkel

Österreich
Geflügel
Das schnatternde Federvieh aus dem Nationalpark

Das Burgenland war eine die größte Gänseweide der ehemaligen Donaumonarchie und das Federvieh genoss hohes Ansehen, denn sie konnte eine ganze Familie mit edlen Happen, wie Braten, Leber (insbesondere Stopfleber), Suppe, Grammeln und Schmalz versorgen. Letzteres lieferte zudem einen größeren Vorrat an Fett zum Kochen und begeistert noch heute als Brotaufstrich viele Weinbeißer.

Anders verhält es sich mit der Ente, welche seit je her in der Gunst der Burgenländer weit hinter der Gans rangiert und als „komischer Vogel“ bezeichnet wird; viele betrachten noch heute das Tier sehr skeptisch, weil es für einen zu viel, für zwei zu wenig Fleisch liefere. Ob dies nur für junge, sehr zarte Bratenten zutrifft, oder auf die Enten im allgemeinen, ist nicht vollends geklärt und sei deshalb dahingestellt. Allerdings genießen Enten vor allem in urbanen Kreisen hohes Ansehen und werden dort als Delikatesse gehandelt, wodurch sie sich zumindest gut verkaufen lassen und daher ebenfalls gezüchtet werden.

Noch in den 50er Jahren vorigen Jahrhunderts hat man im burgenländischen Seewinkel (z.B. Podersdorf oder Illmitz) teilweise die Weiden vor lauter Gefieder nicht erkennen können, wird von älteren Einwohnern berichtet. Die Zucht vom Gänsen hat hier eine Jahrhunderte lange Tradition und die Gegend bietet ideale Vorraussetzungen für die Aufzucht: Sandböden und viele Sonnentage! Das Wissen um die richtige Tierhaltung und um die Kunst des natürlichen Mästens wird als Familiengeheimnis von Generation zu Generation weiter gegeben. Das Ergebnis sind Gänse von erstklassiger Qualität und einzigartig gutem Geschmack.

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