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Kittseer Marille

Österreich
Obst, Früchte und Wildfrüchte (frisch)
Die vielleicht besten Marillen Österreichs

Zwischen Donau und Neusiedlersee gedeihen sie im herrlich-pannonischen Klima: Die Kittseer Marillen. Und die sind echte Multitalente:außergewöhnlich fruchtig im Geschmack sind sie genauso frisch wie als Kompott, Röster, Marmelade, in Strudeln oder Kuchen, flambiert, als Fruchtsauce, Saft, verpackt in lockerem Topfenteig als Marillenknödel, in Cocktails, Bowlen, Sekt, Likören, Milchprodukten und auch getrocknet oder sogar als Essig ein Genuss. Nicht umsonst rühmen sie sich alsbeste Marillen Österreichs.


Historische Bestseller

Als Urheimat der Marille kann Asien betrachtet werden. Danach wurden die Marillen über die Seidenstraße nach Armenien eingeschleppt, wo sie so lange angebaut wurden, dass man sie häufig als dort heimisch ansah. Der wissenschaftliche Name Prunus armeniaca nimmt auf Armenien Bezug. Es wird angenommen, dass Alexander der Große sie nach Griechenland und der römische General Lucullus (106 - 57 v. Chr.) sie nach Rom brachte. Die Kapitularien Karl des Großen aus dem Jahre 802 enthalten eine Liste mit all den kultivierten Obstarten, Marillen werden aber nicht erwähnt, da sie vom 3. bis zum 16. Jh. als Pfirsiche angesehen wurden.

Der österreichische Ausdruck „Marille“ für Aprikose geht vermutlich auf die italienische Bezeichnung „armellino“ zurück, die sich von der wissenschaftlichen Bezeichnung „armeniaca“ (= aus Armenien stammend) ableitet.

Was ihre Erfolgsblüte in der Region Kittsee anbelangt, so sei folgendes erzählt: Erwähnt werden die kleinen Energiespender, Ballaststoffträger und Betacarotin-Lieferanten erstmals im Jahre 1924 in der Kittseer Ortschronik mit etwa folgender Geschichte: Ein Bauer lieferte Korn an eine Baumschule, welche dieses nicht bezahlen konnte. Anstatt mit Geld wurde der Landwirt mit Marillenbäumchen entlohnt. Diese Bäume gediehen durch die örtlichen klimatischen Verhältnisse besonders gut und brachten Früchte mit herrlichem Aroma. Als der Bauer mit seiner Marillenernte einen guten Preis erzielte, wurden auch andere Landwirte aufmerksam und pflanzten ebenfalls Marillenbäume aus.

Bis zum 2. Weltkrieg wurden die geernteten Marillen nach Deutschland zur Produktion von Marillenmarmelade verkauft. Nach dem 2. Weltkrieg stellten die Marillen ein wichtiges Zusatzeinkommen für die Landwirte dar, was die Pflanzung von vielen Marillenbäumen auslöste.

In den Fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts die lokale Sorte „Kittseer Frühmarille“ aus der Sorte der „Frühen Ungarischen Gelben“ selektiert und deren Anbau empfohlen. Heutzutage ist die Sorte in der Region von geringer wirtschaftlicher Bedeutung und es werden keine Sortenerhaltungsmaßnahmen durchgeführt – Gott sei Dank, möchte man an dieser Stelle rufen angesichts der großartigen Marillenvielfalt in der Kittseer Region.


Bezug zur Region

An dem Erfolgsprinzip der Marillen im Kittseer Raum hat sich heute nichts geändert, das lässt sich bereits daran ablesen, dass heute auf ca. 180 Parzellen rund 30.000 Marillenbäume stehen, diejährlich etwa 700.000 kg Kittseer Qualitätsmarillentragen. Und wen dieser beachtliche Jahresumsatz überrascht, dem sei versichert:Es handelt sich hier nicht nur um den jährlichen Umsatz, sondern– und das weiß ein jeder, der die Kittseer Marillen einmal gekostet hat – um den jährlichen Jahresbedarf.

Das außergewöhnlich fruchtige Aroma der Kittseer Marillen kommt nicht von irgendwoher, sondern steht in direkter Beziehung zu den zahlreichen Sonnenstunden und dem milden und feuchten Klima, welches auf die Einflüsse des Steppensees Neusiedlersee zurückzuführen ist. Wären die leicht sandigen und kalkhaltigen Böden mit ihrem hohen Humusgehalt nicht, wäre das pannonische Klima nicht… nein, dann wären die Kittseer Marillen nicht, was sie aromatisch als Wunderwerk zu bieten haben.

Besonders empfehlenswert? Die Hauptsorte der Kittseer Marillenpracht, die „Ungarische Beste“, vor allem als Komponente in Marmeladen oder Schnäpsen ein wahres Geschmacksfeuerwerk.

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