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Mannerschnitte

Österreich
Süßwaren
die "süße Wurstsemmel Österreichs"

Das Objekt der Begierde der meisten Manner-Fans ist die schon legendäre Manner-Schnitte, welche erstmals 1898 urkundlich erwähnt wurde und zwar als „Neapolitaner Schnitte No. 239“. Diesen Namen erhielt die Schnitte, weil die Haselnüsse für die köstliche Füllung aus Zucker, Haselnüssen, Kokosfett und Kakaopulver aus der Gegend um Neapel kamen. Der clevere Kaufmann Josef Manner wählte diesen Namen recht geschickt denn er spielte damit mit der „heimlichen“ Leidenschaft der Wiener: nämlich mit der Sehnsucht nach dem mediterranen Lebensgefühl.

Der große Erfolg der Manner-Schnitten ist aber nicht nur in der Tatsache der geschickten Namensgebung und dem außergewöhnlich gutem Geschmack zu suchen, sondern auch in einer sehr geschickten kaufmännischen Entscheidung, die man unter dem Titel „Schokolade für alle“ stellen könnte: Die Schnitten wurden von Beginn an lose verkauft, damit sich auch alle Bürger (vor allem natürlich deren Kinder) wenigstens hin und wieder eine Schnitte leisten konnten. Was damals ein Kreuzer war, entspräche heute etwa 0,13Euro. Im Jahre 1898 konnte sich eine Hilfsarbeiterin um ihren Stundenlohn daher 7,5 einzelne Schnitten kaufen. Heute erhält man um den Mindest-Stunden-Nettolohn rund 15 Packungen à 10 Stück. So wurde nicht zuletzt mit dieser kundenfreundlichen Kalkulation der Grundstein dafür gelegt, dass die Mannerschnitten zum erfolgreichsten Produkt des österreichischen Süßwarenmarktes wurden, was ihnen auch den Beinamen „süße Wurstsemmel der Österreicher“ eingebracht hat, auch wenn sie der „Lasagne“ vom Aufbau her wesentlich ähnlicher ist.

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