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Mariazeller Honiglebkuchen

Österreich
Brot & Gebäck  Süßwaren
eine Spezialität mit Tradition

Seit mehr als 300 Jahren wird in Mariazell eine Spezialität von Hand gefertigt und noch heute – meist zu Weihnachten - in alle Welt versendet, die Rede ist natürlich vom Mariazeller Lebkuchen. Das Marienheiligtum zog schon immer zahlreiche Wallfahrer an, die natürlich auch gelabt werden wollten; und die nahrhaften Lebzelten waren dafür die ideale Verpflegung. Schon 1655 wird in der Stadtchronik ein "Burg und Lebzelter allhir" vermeldet. Insbesondere zur Adventszeit liegt ein verführerisch appetitlicher Duft in der Mariazeller Luft; ein Duft voll Aromen von Honig, Gewürzen, Nüssen und Kräutern, die sich seit dem 17. Jahrhundert im traditionsreichen Mariazeller Lebkuchen vereinen.

In alten Lebzeltereien, wie z.B. die der Familie Pirker, hat sich das traditionelle Handwerk des Lebzeltens, Wachsziehens und auch der Met-Herstellung bis in die heutigen Tage hinüberretten können. Die alten Rezepte und vor allem die für den Lebkuchen so wichtigen Gewürzmischungen werden von Generation zu Generation weitergegeben und gelten als streng gehütetes Familiengeheimnis; denn sie machen die Einzigartigkeit der Original Mariazeller Honiglebkuchen aus. Weiter erklärt Matthias Pirker, Chef des Familienbetriebes Lebzelterei Pirker in Mariazell: "Neben den Gewürzen und der langen Lagerung des Teiges kommt es vor allem auch auf die Qualität und die Menge des Honigs an, der dem Teig beigemengt wird."

Bei den original Mariazeller Honiglebkuchen beträgt der Honiganteil mehr als 50 Prozent, im Vergleich dazu werden die meisten industriell gefertigten Lebkuchen entweder ganz ohne Honig, oder wenn, dann nur mit einem ganz geringen Anteil von ca. 10% gebacken. So verwundert es wenig, dass es große Unterschiede in Geschmack und Qualität gibt.

Der traditionelle Lebkuchen ist ein reines Naturprodukt und wird ohne jegliche Konservierungsstoffe hergestellt; dass er heut ein die ganze Welt verschickt wird hat sowohl mit seiner Haltbarkeit, wie auch seiner Geschichte zu tun: Früher, als man noch zu Fuß nach Mariazell pilgerte, labte man sich auch unterwegs am nahrhaften Gebäck und tankte Kraft für den beschwerlichen Fußmarsch; und für die daheim Gebliebenen konnte der Mariazeller Lebkuchen gleichzeitig als Beweis für die absolvierte Wallfahrt mitgebracht werden.

Der Lebkuchen verdirbt nicht, sondern - und das macht ihn zu einer ganz besonderen Mehlspeise - wird vielmehr auch nach Monaten immer noch besser. Dass der Mariazeller Honiglebkuchen nicht nur lange haltbar ist, sondern auch mit viel Ruhe und Geduld zubereitet werden muss ist ein ungeschriebenes Gesetzt, denn je länger der Teig rastet, desto höher ist die Qualität des Lebkuchens.

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