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Mühlviertler Alm Weidegans

Österreich
Geflügel
Was wäre ein Festtagsessen ohne eine köstliche Gans?

Um das schmackhafte Federvieh ranken sich viele Geschichten, angefangen bei der Legende um den heiligen Martin bis hin zu den römischen Gänsen, die als Wachtiere eingesetzt wurden. Doch nicht nur bei den Römern war die Gans beliebt, auch die Griechen und Germanen schätzen das Geflügel wegen ihres Fleisches und ihrer Federn.

Die Gänsehaltung hat im Mühlviertel eine lange Tradition. Dennoch war das Tier seit den fünfziger Jahren kaum mehr auf den Bauernhöfen zu finden. 1992 wurde das Projekt „Österreichische Weidegans“ gestartet, heute setzt sich diese Initiative aus mehreren regionalen „Weidegansprojektgruppen“ zusammen. Das Ziel ist eine Gewährleistung der regionalen Versorgung mit frischen Weidegänsen.

Auch auf der Mühlviertler Alm wurde wieder mit der Freilandgänsehaltung begonnen. Ca. 2000 Tiere werden in der Region gehalten – die Produktion von den vorzüglichen Tieren wächst jedoch aufgrund der großen Nachfrage kontinuierlich. Die Anzahl der gehaltenen Tiere schwankt je nach Betrieb stark.

Doch nicht nur als Hauptdarsteller einer Festtagstafel macht sich das Federvieh ausgezeichnet, auch als „Landschaftserhalter“ ist das Tier gerne gesehen. Als einziges Geflügel kann die Gans das Weidegras richtig verdauen, wodurch sie sich für Grünlandgebiete optimal eignet.

Nach einer behutsamen Aufzucht im warmen Stall, wachsen die Gänse auf den Weiden in einem stressfreien, natürlichen und tiergerechten Umfeld zu echten Delikatesse heran – eine reine Stallhaltung ist nicht erlaubt. Gesundes Futter, viel Bewegung und eine schonende Mästung garantieren ein regionales Produkt von höchster Qualität. Das Stopfen der Gänse zur Stopflebererzeugung ist gesetzlich verboten. Mit einem Endgewicht von ca. 4 kg und einem Alter von rund 28 Wochen (Intensivmastgänse müssen in 13 Wochen tischfertig sein!) werden die Weidegänse in der Zeit von Ende Oktober bis Weihnachten in gemeinschaftlichen, kleinbäuerlichen Anlagen in der Region geschlachtet.

Das dunkle, äußerst geschmackvolle und feinfasrige Fleisch der Mühlviertler Alm Weidegänse zeichnet sich durch einen geringen Fettanteil und einem guten Safthaltevermögen aus, was bedeutet, dass der Genießer nach dem Braten noch genügend Gansl-Genuss in der Pfanne vorfindet. Zum Vergleich: während bei Tiefkühlmastgänsen oftmals nur 2,4 kg Fleisch übrig bleibt, sind es bei 4 kg schweren Weidegänsen etwa 3,2 kg. Traditionell wird das Gänsefleisch am Tag des Heiligen Martin (11. November) zubereitet und mit Rotkraut und Erdäpfelknödel serviert.

Das heimische Gansl wird ausschließlich frisch und ab Hof angeboten sowie über die regionale Gastronomie vermarktet.

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