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Mühlviertler Bergkräuter

Österreich
Kräuter & Gewürze
Von appetitanregend über geschmacksverbessernd bis hin zu immunstärkend und schmerzlindernd – die Bergkräuter aus dem Mühlviertel.

Kräuter und Gewürze wurden schon vor Jahrtausenden wegen ihrer Heil- und Zauberwirkung geschätzt. 3000 v. Chr. kultivierten die alten Ägypter Kräuter, um daraus Salben, Körperöle und Parfums herzustellen. Im Mittelalter verbreitete sich das Wissen über die Kräuter von den Klöstern ausgehend hin zu den Apothekern und schon bald hatte jede Apotheke ihren eigenen Kräutergarten.

Auch in dem zu Beginn des 13. Jahrhunderts entstandenen Stift Schlägl wurden die Wurzeln und Kräuter aus dem Garten für die Stiftsapotheke und die Küche genutzt. Aufgrund der steinigen Mühlviertler Böden konnten in den 80er Jahren viele Bauern nicht mehr alleine vom Kartoffelanbau oder der Viehwirtschaft leben und sicherten sich durch den Anbau und Verkauf von Bio-Kräutern ihre Existenz (zu diesem Zweck wurde 1986 die „Österreichische Bergkräutergenossenschaft“ gegründet).

Die granithaltigen Böden, das kristallklare Wasser und die klimatischen Gegebenheiten der Region bieten optimale Voraussetzungen für aromatische Gewürze und Kräuter. Heute werden die Mühlviertler Bergkräuter auf kleinen Feldern (insgesamt 74 ha) in 500–900 m Seehöhe kultiviert. Die Kräuter werden durch das lange Wachstum nur einmal pro Vegetationsperiode geerntet, die Feldbewirtschaftung erfolgt ohne Einsatz von chemischen Dünge- und Spritzmitteln. Pfefferminze, Bohnenkraut, Goldmelisse, Ringelblume, Brennnessel, Löwenzahn, Malve – rund 100 Tonnen hochwertige Gewürze und Kräuter (ca. 37 verschiedene Arten) werden derzeit jährlich in den umliegenden Wäldern und Hecken gesammelt oder selbst angebaut und geerntet. Damit die wertvollen Inhaltsstoffe bestmöglich erhalten bleiben, muss die Zeit zwischen Ernte und Trocknung so kurz wie möglich sein. Weder künstliche noch naturidente Aromastoffe werden den nach biologischen Richtlinien hergestellten Mühlviertler Kräutern beigemengt, es handelt sich um ein naturreines Produkt. Der Anteil an ätherischen Ölen ist bei den Bergkräutern deutlich höher als bei herkömmlichen, das Aroma daher umso intensiver. Allen voran überzeugt die im Mühlviertel angebaute Pfefferminze mit ihrem gehaltvollen Geschmack.

In der Region werden die kontrolliert angebauten Kräuter zu den unterschiedlichsten Tees (besonders beliebt: Mühlviertler Pfefferminz-Tee) und Gewürzmischungen verarbeitet und sind in vielen schmackhaften, regionalen Speisen und Getränken wieder zu finden. Zudem laden verschiedene Kräuterstationen wie der Bergkräuterwanderweg oder der Kräutergarten des Abraham-Hofes ein, die Vielfalt der Kräuter zu erleben.

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