Menschen

Mühlviertler Hopfen

Österreich
des Bieres feine Würze!

Die OberösterreicherInnen, im Speziellen die Inn- und MühlviertlerInnen, trinken seit je her gerne Bier. Bis zur Zeit Karl des Großen wurde dieses von den meisten Haushalten selbst gebraut, wobei vornehmlich die Frauen das Mälzen und Brauen besorgten. Im früheren Mittelalter wurde das Bierbrauen Sache der Großgrundbesitzer, im 9. Jahrhundert entstanden dann die berühmten Klosterbrauereien. Das Klosterbier wurde bald derart beliebt, dass eigene Fronhöfe eingerichtet wurden, die nichts anderes zu tun hatten, als Bier zu brauen. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts gab es das Klosterbier auch in speziellen Schenken, in denen drei Sorten Bier ausgeschenkt wurden: Bier für die Mönche, Bier für die Knechte und Pilger sowie ein spezielles Bier für das „gemeine Volk“.

Im 12. Jahrhundert wurde urkundlich der Hopfenbau im Mühlviertel erwähnt, wobei die (Tourismus-) Regionen "Kernland" (Region rund um Freistadt) und "Hansbergland" (die sechs Mühlviertler Gemeinden Niederwaldkirchen, St. Peter, St. Veit, St. Johann, St. Ulrich und Auberg haben sich zur Region Hansbergland zusammengeschlossen) diesbezüglich führend sind. 1880 gab es allein im Bezirk Rohrbach noch 1000 ha Hopfen, heute nur mehr ca. 1/10 davon: 1938 nach Eingliederung Österreichs ins deutsche Reich wurde im Zuge der Planwirtschaft des damaligen 3. Reiches ein Rodungsbefehl für Hopfen im Mühlviertel verfügt, pro Stock wurde 1 Reichsmark Rodungsprämie bezahlt. Dies bedeutete das Ende des österreichischen Hopfenbaues und sieben Jahre lang (1938-1945) gab es gar keinen Hopfenanbau mehr im Mühlviertel. Herr Georg Engleder aus Auberg, damaliger Besitzer vom Saxenhoferhaus samt Hofstatt war ein glühender Verfechter dieser alten Kulturpflanze und hat 1945 – sofort nach Loslösung Österreichs vom 3. Reich – wieder mit dem Hopfenanbau begonnen.
Weil der Hopfen nach dem Krieg Mangelware war, wurde auf Druck der Brauereien der Hopfenbau im Mühlviertel besonders im Bezirk Rohrbach verstärkt und auch durch die Regierung gefördert. Im Jänner 1951 wurde der erste Abnahmevertrag mit den Brauereien unterzeichnet und im November gleichen Jahres die Hopfenbaugenossenschaft unter der Leitung von Georg Engleder gegründet.
Landschaft, Kultur und Menschen bringen im Mühlviertel eine besondere Bierkultur hervor: das klare Wasser, die feinste Braugerste und der köstliche Hopfen vereinen sich hier mir traditionsreichem Handwerk zu Bieren von höchster Qualität. Das Mühlviertel, nördlich der Donau zwischen Linz und Passau, ist zudem eine der zauberhaftesten, abwechslungsreichsten und schönsten Regionen Österreichs. Auf uraltem Granitmassiv garantiert die ruhige, hügelige Landschaft mit ihren weiten Feldern, Wiesen, Weideflächen und Wäldern nicht nur Ruhe und Ausgeglichenheit für die Seele, sondern auch landwirtschaftliche Produkte aller erster Güte. Das Mühlviertel ist unbestritten Balsam für Leib und Seele jener Menschen, die das ursprüngliche suchen und lieben.
Im Mühlviertel dominieren kleine landwirtschaftliche Betriebe, die allein schon aufgrund ihrer Struktur eine naturnahe Bewirtschaftung garantieren. Die heute knapp 150 ha Mühlviertler Hopfen verteilen sich auf 13 unterschiedliche regionale Hopfensorten und werden von rund 50 Betrieben gehegt und gepflegt. Die durchschnittlich 2 - 3 ha/ Betrieb garantieren, dass dem Hopfen jene individuelle Pflege zuteil wird, die er braucht, um ausgezeichnete Qualitäten hervorzubringen. Und so liegen die kleineren und größeren Hopfenanbauflächen wie große Kräutergärten inmitten der ökologisch intakten Natur des Mühlviertels und das besondere Klima mit seinen kühlen Nächten und heißen Sommertagen verleiht dem Hopfen das einzigartige Aroma, welches die erfahrenen Bierbrauer so sehr schätzen.
x
x
x

Warenwert :