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Nockberge Almrind

Österreich
Fleisch
​Auf den saftigen Almwiesen der Kärntner Nockberge lassen es sich die Nockberge Almrinder gut gehen. Die Beweidung der Almen bis in die Gipfelbereiche gilt dabei als Besonderheit in der Region.

Im 7. Jahrhundert begannen Bauern die natürlichen Weideflächen oberhalb der Waldgrenze in Österreich zu nutzen und entwickelten die alpine Weidewirtschaft. Da die verfügbaren Flächen um die Bauernhöfe im Tal für die Landwirtschaft nicht ausreichten, mussten die Bauern in höhere Regionen vorstoßen. Die Almwirtschaft stellte in den Nockbergen, insbesondere im heutigen Nationalpark Nockberge, eine wichtige Lebensgrundlage der Menschen dar. In Kärnten sind seit dem frühen Mittelalter sogenannte „Schwaigen“ nachweisbar, eine Sonderform der intensiven Viehwirtschaft. Das Wort „Schwaig“ bezeichnet eine spezielle Siedlungs- und vor allem Wirtschaftsform im alpinen Raum. Nicht selten wurden „Schwaighöfe“ zum Zweck der Rinder- und Schafzucht und insbesondere der Milchviehzucht (vor allem für die Käseerzeugung) von den Landesherren selbst gegründet. Später ging der Begriff „Schwaige“ auf nur während der Sommermonate bewirtschaftete Almen über.

Auch wenn die Bewirtschaftung auf den Nockbergen mit der Zeit zurück gegangen ist, umfasst die Region heute insgesamt 200 Almen, von denen 90 direkt im Nationalpark liegen. Die Beweidung der Almen bis in die Gipfelbereiche gilt dabei als Besonderheit in der Region. Ca. 10.000 Rinder fühlen sich hier bei viel Sonnenschein und wenig Regen besonders wohl. Auf den saftigen Bergwiesen finden die Tiere eine Vielfalt an Almkräutern und Gräsern sowie kristallklares Quellwasser vor, was den Geschmack des Fleisches wesentlich beeinflusst. Es handelt sich beim Nockberge Almrind vorwiegend um die Rasse Fleckvieh, teilweise um Charolais und Pinzgauer Rind sowie Kreuzungen daraus.

Nachdem die zum Großteil in der Region geborenen und aufgezogenen Rinder mindestens 90 Tage im Jahr auf den ungedüngten Almwiesen verbracht und sich von der aromatischen Pflanzenvielfalt ernährt haben, werden die Stiere, Kalbinnen und Jungrinder von den Bauern selbst zum Schlachthof gebracht, überwiegend werden Kalbinnen geschlachtet.

Mindestens 7 Tage lang wird das Fleisch im regionalen Schlachthof gekühlt und gereift, dadurch schmeckt das Nockberge Almrind-Fleisch besonders zart und mürbe. Während der Reifung lockert sich das Bindegewebe und Aromastoffe werden entwickelt. Die kirschrote Farbe sowie der geringere Fettanteil sind charakteristisch für das Fleisch. Besonders für saftige Rindsrouladen, Rindsgulasch, Tafelspitz oder Zwiebelrostbraten eignet sich das „Nockfleisch“ ausgezeichnet. Wer den Gaumen verwöhnen möchte, sollte sich den Rinderschinken nicht entgehen lassen, genauso wie die schmackhafte Nocksalami.

Im Jahr 2004 wurde die „BV Nockfleisch“ (Bäuerliche Vermarktung Nockfleisch) gegründet, mit dem Ziel, mittels Selbstvermarktung die hofeigenen Produkte – wie das Nockberge Almrind – anzubieten. Dadurch hat sich das Aushängeschild der Region zu einer wahren Delikatesse, die auch bei Genießern in Italien geschätzt wird, entwickelt und bekommt die Anerkennung, die ihr gebührt.

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