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Pannonisches Mangalitza-Schwein

Österreich
Fleisch
Renaissance einer alten Haustierrasse

Das aus Ungarn stammende Mangalitza-Schwein galt schon beinahe als ausgestorben, denn in den 70ger Jahren vergangenen Jahrhunderts wurden nicht einmal mehr 200 reinrassige Exemplare gezählt. Mittlerweile haben sich die Bestände wieder erholt, da sie konsequent gezüchtet werden. Begehrt sind vor allem ihre dicken Fettpolster, welche zwar nicht gerade zeitgemäß sind, dafür aber einen saftigen Schinken oder einen herzhaften Speck ermöglichen.

Das Mangalitza-Schwein entstammt einer Kreuzung, die in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts vorgenommen wurde. Die damals verbreiteten ungarischen Rassen aus z.B. Szalonta oder dem Bakony-Gebirge wurden mit dem Sumadia-Schwein aus Serbien gekreuzt, als elf von diesen serbischen Schweinen auf das Gut von Erzherzog Joseph geschickt wurden; ein Geschenk des serbischen Fürsten Milos. Die Zucht und Mast verlief derart erfolgreich und vielversprechend, dass das Mangalitza-Schwein bereits Ende des 19. Jahrhunderts zum führenden Zuchtschwein aufgestiegen war. Doch Mitte des 20. Jahrhunderts wurde es von englischen Schweinerassen rigoros verdrängt, bis man sich in den 90ger Jahren seiner Vorzüge erinnerte und das Mangalitza wieder an Bedeutung gewann. Es gibt unterschiedliche Unterarten des Mangalitzaschweins, im Seewinkel ist hauptsächlich das sogenannte "Schwalbenbäuchige Mangalitzaschwein" heimisch.

Vor allem im Nordburgenland wird das aromatische Fleisch dieser Rasse sehr geschätzt. Fleischer benutzen ihr reichhaltig vorhandenes Fett zum Wursten, vor allem für Trockenwürste aus ansonsten (zu) magerem Fleisch von z.B. Ziege oder Hirsch ist es von elementarer Bedeutung. Der Speck vom Mangalitza-Schwein gilt als der beste und schmackhafteste überhaupt und ist daher eine beliebte Delikatesse.

Berühmt für seine Wurstwaren vom Mangalitza ist zum Beispiel das „Gowerlhaus“ in Illmitz, denn hier hat man sich ganz dieser traditionellen Schweinerasse verschrieben, aber auch Jupp Waba in Pordersdorf ist ein anerkannter Züchter und last but not least ist Gerhard Windholz an dieser Stelle zu nennen, welcher im Gasthof zur Alten Mauth nicht nur diese Tiere züchtet sondern aus deren Fleisch allerlei köstliche Wurst-, Schinken- und Speckwaren produziert, welche auch im Gasthof erworben werden können.

Die besonders friedlichen Mangalitza-Schweine mit dem krausen hellen Borste wachsen artgerecht inmitten des Naturschutzgebietes „Seewinkel“ auf, wo sie nicht nur genug Auslauf vorfinden, sondern auch zahlreiche Pfützen zum suhlen. Wichtig ist, dass die Tiere in einer größeren Gemeinschaft aufwachsen, denn die Konkurrenz am Futtertrog fördert sowohl die Fresslust, als auch den Appetit. Genügend Auslauf, frische Seeluft und ausgewähltes Futter lassen das Fleisch der Mangalitza zart und aromatisch werden, die für diese Rasse typische dicke Fettschicht macht es zudem wunderbar saftig – ideale Voraussetzungen also für beste Speck- und Wurstwaren.

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