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Pöllauer Hirschbirnen Kletzen

Österreich
Trockenware
Gedörrte Hirschbirnen - eine uralte Spezialität

Dank dem sorgsamen Umgang der Pöllauer Landwirte mit den landwirtschaftlichen Ressourcen, sind heute noch zahlreiche Hirschbirnbäume von beachtlichem Alter in der Region anzutreffen. Die Naturparkregion Pöllauer Tal gilt dabei als Hauptverbreitungsgebiet der Hirschbirne. Bei milden Klimaverhältnissen fühlt sich die aromatische Birne besonders wohl, die tiefgründigen, nährstoffreichen und feuchten Böden ermöglichen eine optimale Reifung der regionalen Obstsorte. Auf Streuobstwiesen sowie in Reihen entlang von Wegen und Rainen wächst das steirische Original zu einer hochgeschätzten Köstlichkeit heran. Im Herbst werden die reifen Früchte geerntet und zu den verschiedensten Produkten verarbeitet.

Neben der Destillation und der Vergärung zu Most war schon früher die Herstellung von Dörrobst eine beliebte Verwertungsmöglichkeit. In kleinen Dörröfen wurden von den Bauern mit viel Geschick die noch heute weithin bekannten Kletzen hergestellt. Durch das Entziehen von Wasser wurde das Obst länger haltbar gemacht, vor allem im Winter waren die getrockneten Birnen eine willkommene Abwechslung und auch heutzutage sind die Kletzen fest in der Region verankert.

Sorgsame Herstellung von Kletzen

Ausgangsprodukt sind die vollreifen Früchte der Pöllauer Hirschbirne, die vor der Verarbeitung sortiert und mit klarem Trinkwasser gereinigt werden. Traditionell wird die Hirschbirne vorwiegend im Ganzen getrocknet, dadurch bleiben der typische Geschmack sowie deutlich mehr Vitamine und Nährstoffe erhalten, als etwa beim Trocknen von Spalten oder Scheiben. Eine Behandlung mit Zitronensäure zur Hemmung von Keimen bzw. zum Schutz vor Oxidation (wie bei anderem Obst meist üblich) ist nicht zulässig. Die Trocknung im Dörrofen (Kammertrocknung) erfolgt schonend bei max. 70°C für ca. 72 Stunden, einmal täglich werden die Früchte gewendet. Während des gesamten Trockenprozesses kommen die Dörrfrüchte nur mit warmer Luft – niemals mit Rauch – in Kontakt. Der endgültige Feuchtigkeitsgehalt darf 20 % nicht überschreiten, somit entstehen aus etwa 5 kg frischen Pöllauer Hirschbirnen ca. 1 kg Kletzen.

So wie früher ist die getrocknete Hirschbirne immer noch eine gern gesehene Zutat in der Küche. Als Komponente in Suppeneinlagen, in Füllungen von Schweinsbraten, Saucen, Mehlspeisen und vielen weiteren Speisen macht sich die Kletze mit ihrem berühmten Aroma hervorragend. Und da ist natürlich noch das Kletzenbrot, das nur ein „Original Steirisches Kletzenbrot“ ist, wenn es auch die besagte Birne enthält. Auch pur – in dünne Scheiben geschnitten – sind die gedörrten Früchte ein Genuss.

Produktinfo:

  • Ausgangsprodukt sind die vollreifen Früchte der Pöllauer Hirschbirne.
  • Bei 70°C werden die Hirschbirnen im Ganzen für ca. 72 Stunden im Dörrofen getrocknet, wodurch der typische Geschmack sowie Vitamine und Nähstoffe bestmöglich erhalten bleiben.
  • Der endgültige Feuchtigkeitsgehalt darf 20 % nicht überschreiten.
  • Aus etwa 5 kg frischen Pöllauer Hirschbirnen erstehen ca. 1 kg Kletzen.
  • Die Kletzen machen sich hervorragend in Suppeneinlagen, Füllungen von Schweinsbraten, Saucen, Mehlspeisen - wie natürlich im "Steirische Kletzenbrot" und weiteren Speisen. Auch pur - in dünne Scheiben geschnitten - sind die gedörrten Früchte ein Genuss.
  • Die Lagerung sollte möglichst dunkel und trocken erfolgen.
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