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Retzer Land Kürbis

Österreich
Gemüse (frisch)
Auf rund 500 Hektar werden im Retzer Land Speise-, Öl- und Zierkürbisse angebaut. Tendenz und Nachfrage steigend!

Früher hatte der Kürbis ein eher ramponiertes Image als „Arme-Leute-Essens“. Diese Sichtweise hat sich aber glücklicherweise (was wär man als Genussmensch auch um Rezeptgenüsse ärmer andernfalls) gewandelt – Heute strahlt der Kürbis als Frischgemüse wie in verarbeiteter Form als Kürbiskerne, Kürbisöl, Kürbiskrautsalat, Kürbiskompott,… ja in jeglichen Rezeptkreationen, die man sich nur erträumen kann. Speziell ein Kürbis ist es im schönen Österreich allerdings, dessen hervorragende Qualität und intensives Aroma andere Kürbisse vor Neid erblassen lässt: Der Retzer Land Kürbis.

Sanfte Hügellandschaft, idyllische Weingärten, Kellergassenromantik und der Besuch der endlosen unterirdischen Gänge.. Damit aber nicht genug, sagt das Retzer Land und präsentiert seit fünfzehn Jahren als Draufgabe Köstlichkeiten rund um den Kürbis, denn der wird seit dieser Zeit kultiviert.

Neben den Speise- und Zierkürbissen werden auf rund 500 Hektar auch Ölkürbisse angebaut. Und weil Gäste wie Einheimische gleichermaßen „auf den Geschmack“ kommen, vergrößert sich die Anbaufläche kontinuierlich. Dem Kürbis oder auch „Bluza“, wie er im Volksmund liebevoll genannt wird, widmet man sogar jährlich ein eigenes Fest: Ende Oktober ist alles im Retzer Land auf den Beinen, um der „größten Beere“ der Welt zu huldigen. Dann wird nicht nur rund um den Kürbis aufgekocht, er dient vor allem auch Dekorationszwecken.


Geschichte

Österreich allgemein:

Die ersten gesicherten Hinweise für den Kürbisanbau in Österreich stammen aus dem Jahre 1735 aus der Steiermark. Zwar wurde das Fruchtfleisch als Gemüse (Kürbiskraut) verwendet, der weitaus größere Teil jedoch fand als Viehfutter Verwendung. Der Feldkürbis wurde traditionell in Mischkultur als Zwischenfrucht in den Weingärten oder gemeinsam mit Kartoffeln, Mais oder Rüben auf den Feldern angebaut. Der Kürbisanbau spielte in Österreich vor allem in den wärmebegünstigten Lagen Ostösterreichs wie Niederösterreich, Burgenland und Steiermark eine Rolle.


Gemüseanbau im Bezirk Hollabrunn:

Der Bezirk Hollabrunn war schon vor 6000 Jahren mit Bauern besiedelt, die in Flechtwerkhäusern lebten und Ackerbau und Viehzucht betrieben. Sie kultivierten unter anderem Weizen, Gerste, Hirse, Linsen, Pferdebohnen, Erbsen und Möhren.

Im Mittelalter wurden in der Region Linsen, Bohnen, Erbsen, Kraut, Mohn, Flachs und Safran angebaut. Der Großanbau von Zuckerrübe, Raps und der Znaimer Exportgurke hat erst viel später an Bedeutung gewonnen.


Kürbisse im Retzer Land

Kürbisse werden im Retzer Land seit etwa 1980 wirtschaftlich genutzt und seit 1993 findet das alljährliche Kürbisfest statt.


Bezug zur Region

Das Ass im Kürbis-Ärmel der Region Retzer Land ist eindeutig das Klima: Die Früchte reifen durch die speziellen pannonischen Klimabedingungen etwas langsamer als in anderen Regionen. Dadurch sind die Kürbisse nicht nur besonders lange haltbar, sondern zeichnen sich auch durch ein intensives Aroma aus. Hinzu kommt die Bodenbeschaffenheit aus Löss, Ton, Sand oder Urgestein – die ideale Voraussetzung für den Anbau von Kürbissen. Nicht zuletzt spielt natürlich der Wissenspool der Kürbisbauern der Region eine wesentliche Rolle – gar nicht auszudenken, was aus dem Retzer Land Kürbis geworden wäre, hätten die Gemüsebauern ihr wertvolles Wissen nicht über Generationen hinweg weiter getragen. Bleibt nur zu hoffen, dass sie dies weiterhin so sorgfältig ihren Nachfahren anvertrauen werden...

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