Menschen

Stanzer Zwetschken-Giggus

Österreich
Brände & Schnäpse
der Edelbrand mit regionalem Charakter!

Stanz ist Europas Dorf mit den meisten Schnapsbrennereien, denn 54 von 150 Haushalte üben heute noch sehr aktiv ihr Brennereirecht aus und mehr als 90 Brennmeister sind hier am Werk. In Stanz werden bereits seit 1450 Zwetschken angebaut und zu Edelbränden verarbeitet. Bei aller Offenheit zu Neuem haben sich die Stanzer Brenner vor allem auf ihre Raritäten und regionalen Produkte wie Enzian, Meisterwurz, Wacholder oder die Leitprodkte Stanzer Zwetschke und Spänling konzentriert. Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen bestätigen die köstlichen Produkte der Brennereien. Einer der höchstdekorierten Brenner ist Christoph Kössler, dessen moderner Betrieb in einem umgebauten Stadel des Jakob-Prandtauer-Hauses eingerichtet ist. Dieser Jakob-Prandauer (1660- 1726 in St. Pölten) war ein begnadeter Bildhauer, Baumeister und Architekt der Barockzeit, der sicherlich den einen oder anderen guten Schluck als „Inspirationshilfe“ zu sich genommen haben dürfte.

Das Wort „Giggus“ ist nichts anderes als die alte Tiroler Bezeichnung für Schnaps. Bereits im Jahre 1240 wird dieser Ausdruck im „Schwarzen Adler“ in Innsbruck urkundlich erwähnt, denn dort soll einem durchreisenden Papst ein solcher kredenzt worden sein.
Seit es Zwetschken gibt, wird aus ihr auch gerne Schnaps gebrannt, so natürlich auch in Stanz. Damals war es ein reiner Verwertungsgedanke, und Schnaps als Einreibung und Medizin gesehen. Zug um Zug wurde auf Qualität gesetzt und aus Brand wurde Edelbrand. Schnaps wurde zum Genussmittel und hat heute einen hohen Stellenwert in der Bevölkerung. Bis heute darf in keinem Stanzer Hof das Begrüßungs-Schnapsli für einen lieben Gast ausgelassen werden. Doch mit Maßen lautet heute das Motto, wie die Giggus-Brenner betonen „Zwetschkenblau ist nicht der Zustand nach dem Genuss der Edelbrände, sondern die Farbe der Frucht, die verwendet wird: Stanzer Zwetschke!“
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Warenwert :