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Stanzer Zwetschken & Spänlinge

Österreich
Obst, Früchte und Wildfrüchte (frisch)
Hoch gehandelt ... auch in Übersee!

Hoch über der Sanna bei Landeck liegen auf einem sonnigen Plateau die malerischen Orte Grins, Pians und Stanz, welche die Heimat der „Stanzer Zwetschge“ und des „Spänlings“ bilden. Besonders im Frühjahr faszinieren die Dörfer Einheimische und Touristen gleichermaßen mit ihrer überwältigenden Blütenpracht der Obstbäume auf den sanften Hanglagen. Zudem bietet die Region eine einzigartige Kulisse für zahlreiche Freizeitaktivitäten. Das Bild von Dörferstraßen, Brücken, Ruinen, Kirchen und Bauernhäuser inmitten eines schneeweiß leuchtenden Blütenmeeres ist unvergleichlich. Eine Wanderung entlang des Wasserwales erinnert an die Jahrhunderte alte Geschichte der Region.

Die Obstproduktion, in den auf 1000 m Seehöhe gelegenen Orten, verfügt über eine sehr lange Tradition. Sie ermöglicht den Bauern nicht nur ein zusätzliches Einkommen, sondern sichert die nachhaltige Landwirtschaft in der Region. Spezielle Rezepte für Anbau und Weiterverarbeitung der Früchte werden in den Familien von Generation zu Generation weitergegeben. Die Stanzer Zwetschke eignet sich ideal für das trockene alpine Klima. Die Hanglage der Obstgärten, unzählige Sonnenstunden, die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sowie der Fön prägen das besonders intensive Aroma der ertragreichen Frucht.

Die Stanzer Zwetschke ist somit eine erlesene Frucht von herausragender Qualität. Ihr würziger Geschmack und das unvergleichliche Aroma begeistern beim Genuss der Frischfrucht ebenso wie bei verarbeiteten Produkten, allen voran der einzigartige Stanzer Zwetschgenschnaps. Daneben verzücken aber auch Marmeladen, liebliche Liköre, viele weitere sortentypische Edelbrände, fruchtige Röster sowie saftige Kuchen (z.B. Zwetschkenfleck), Strudel und Knödel die Gaumen der Genießer.

Wie die Zwetschke nach Stanz kam, erzählt folgende Legende: "Angeblich brachte demnach der Hl. Canisius im 16. Jht. zum ersten Mal Zwetschkenreiser (Setzlinge) nach Stanz, welche von den Bauern auf schlechteren Böden und an Feldes-Randlagen eingepflanzt wurden. Die geeignete Höhenlage und die sonnige Lage brachten bald Erfolge und das Obst wurde eine Bereicherung in der bäuerlichen Nahrung. Rückschläge während der Kriegsjahre und enorme Frostschäden im Jahr 1954 ließen die Stanzer neu durchstarten und größere Anlagen errichten. Diesmal aber auf gutem Boden mit Bewässerungsmöglichkeit und auch mit Düngung und Schädlingsbekämpfung. So wurde der Grundstein für die weit über die Landesgrenzen bekannte Stanzer Zwetschke gelegt."

Im Laufe der Zeit haben sich durch natürliche Vermehrung und Wildwuchs lokale Zwetschkensorten entwickelt und an die flachgründigen Böden und das trockene, inneralpine Klima angepasst. Die Stanzer Zwetschke umfasst lokale Sorten aus der Gruppe der Hauszwetschken, der Wangenheimer Frühzwetschke und der Italienischen Zuckerzwetschke. Über Jahrhunderte haben sich dabei als Folge der Vermehrung vor Ort lokale Typen herausgebildet. Generell stellt die Stanzer Zwetschke geringe Ansprüche und zeichnet sich durch ihre besonders gute Anpassungsfähigkeit an Boden und Klima aus.

Eine Besonderheit der Region ist der sogenannte "Spänling". Es handelt sich bei ihm um eine Wildpflaume, die früher nur in steilen Hängen und Feldbegrenzungen gehalten wurde. In den Nachkriegsjahren verlor er zunächst an Bedeutung und wurde nur gering geschätzt. Heute erlebt der Stanzer Spänling eine wahre Hochblüte, weil seine feine Fruchtsäure ihn bei Schnapsbrennern und Hausfrauen für die Marmeladenherstellung gleichermaßen beliebt macht

Kein Wunder, dass die saftig-süßen Zwetschken und Spänlinge aus Stanz im ganzen Land begehrt sind. Früher wurden sie nach München auf den Markt exportiert, heute sogar bis ins entfernte Kanada und in die USA, wo sie als rare Delikatesse gehandelt werden und dem Vernehmen nach per Stück um 1 Dollar! und mehr gehandelt werden.

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Warenwert :