Menschen

Tux-Zillertaler Rind

Österreich
Fleisch
Das robuste Tux-Zillertaler Rind gilt als die älteste Rinderrasse Tirols und eignet sich besonders für die alpine Weidehaltung.

Umgeben von den stark vergletscherten Zillertaler Alpen im Süden und Osten, den niedrigeren Spitzen der Kitzbüheler Alpen im Osten und den Tuxer Alpen im Westen, liegt das größte Seitental des Inntals: das Zillertal. 25 Gemeinden, einschließlich der Gemeinde Tux, umfasst das Tal, welches im politischen Bezirk Schwaz liegt. Die klimatischen Verhältnisse sind typisch für das Hochgebirge. Starke Föhnwinde im Frühling und Herbst sorgen für ein schnelles Abtrocknen von Böden und Pflanzen, während starke Tag/Nacht-Temperaturdifferenzen kräftige und gesunde Pflanzen wachsen lassen. Daraus resultiert eine Vielfalt an alpinen Pflanzen, die Basis für den einzigartigen Geschmack von Milch und Fleisch vom Tux-Zillertaler Rind.

Zuhause im Zillertal

Die bodenständige Rinderrasse aus dem Tiroler Zillertal hat sich optimal an die regionalen Gegebenheiten angepasst und ist dank ihrer Robustheit und Anpassungsfähigkeit sowie Berggängigkeit besonders für die Haltung in alpinen Regionen bzw. Berggebieten geeignet.

Zwischen 1.200 und 2.500 Metern Seehöhe liegen die Almen im Zillertal. Arnika, Enzian, Alpenleinkraut und andere nahrhafte Kräuter und Gräser, die dem Fleisch den unverkennbaren Geschmack verleihen, lassen sich die Tiere hier im Sommer schmecken. Im Winter erhalten die Rinder selbst erzeugtes Heu von den Bauern sowie Getreideschrotmischungen aus Gerste, Weizen etc.. Außer in Tirol wird das Tux-Zillertaler Rind auch in Vorarlberg, Salzburg, Kärnten, Steiermark Oberösterreich, Niederösterreich und Wien sowie vereinzelt in der Schweiz, in Südtirol und Deutschland gezüchtet.

Geschichte des Tux-Zillertaler Rindes

Woher sich das Tux-Zillertaler Rind ableitet ist nicht ganz klar. Zum einen könnte die Rasse das Ergebnis bodenständiger Rinderzucht sein, manche Fachleute jedoch sind der Meinung, dass es sich vom Schweizer Eringer Rind ableitet. Sicher jedoch ist, dass es sich beim Tux-Zillertaler Rind um die älteste Rinderrasse Tirols handelt. Bereits im 19. Jahrhundert wurde die Rasse für ihre Widerstandsfähigkeit, Winterhärte und Anpassungsfähigkeit geschätzt. Namensgebend sind die beiden Schläge Tuxer und Zillertaler (ursprünglich galten sie als eigene Rasse).

Einst waren die dunkelfärbigen Tuxer so beliebt, dass sie im Zillertal, Unterinntal sowie im Pustertal nahezu alle anderen Rinderrassen verdrängten. Als sich die Farbenmode bei Rindern von dunkel auf hell änderte, entstand eine Abneigungen gegenüber den Tuxern, wodurch sich ihre Verbreitung wieder fast nur noch auf das Zillertal beschränkte. Um dem Trend folgen zu können, entstand aus einer Kreuzung von schwarzen Tuxern mit roten Schlägen (wie dem Pinzgauer Rind) das rotbraune Zillertaler Rind. Die beiden Rassen unterschieden sich bis auf die Farbe kaum, weshalb man mit der Gründung der Vereinigung der „Tux-Zillertaler-Züchter Tirol“ ab 1986 die beiden zu einer Rasse, dem Tux-Zillertaler, zusammenfasste. Ebenso wurde mit der Vereinigung der Grundstein für die Erhaltung der Rasse gelegt. Mitte der 70er Jahre gab es weltweit nur mehr ca. 30 Stück.

Heute handelt es sich zwar nicht mehr um reinrassige Tiere, die Erhaltung der genetischen Vielfalt und die Erhaltung der typischen Eigenschaften und des Aussehens des seit 1986 hoch gefährdeten Tux-Zillertaler Rindes sind jedoch oberstes Zuchtziel.

Das Tux-Zillertaler ist ein Doppelnutzungsrind, was heißt, dass es sowohl für die Erzeugung von Milch (Milchviehhaltung) als auch von Fleisch (Mutterkuhhaltung) gezüchtet wird.

Durchschnittlich werden pro Jahr 400 – 500 Tiere in regionalen EU-Schlachthöfen, bei Metzgern oder Ab-Hof geschlachtet, zerlegt und verarbeitet. Kurze Transportwege und eine stressfreie Schlachtung garantieren ein Fleisch von höchster Qualität. Das frische Fleisch der Tux-Zillertaler Rinder zeichnet sich besonders durch seine ausgeprägte Marmorierung und besondere Feinfaserigkeit aus. Früher hieß es im Volksmund, dass das Tux-Zillertaler „kein Fett macht“, womit gemeint ist, dass es bei dieser Rinderrasse keine Verfettung gibt. Das Fett wird intramuskulär eingelagert, wodurch das Fleisch besonders saftig ist. Genauso wie die aromatische Milch, ist das schmackhafte Fleisch das ganze Jahr über erhältlich und und wird frisch sowie zu den verschiedensten Köstlichkeiten verarbeitet angeboten.

„Tiroler Jahrling“

Die Tiere für das Markenfleischprogramm „Tiroler Jahrling“ werden im Alter zwischen 10 und 11 Monaten geschlachtet. Es handelt sich dabei um Fleisch unterschiedlicher Rassen, mitunter auch Tux-Zillertaler. Neben den aromatischen Almkärutern und saftigen Gräsern, erhalten die Rinder zudem Kraftfutter.

x
x
x

Warenwert :