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Weingut Josef Möth

Österreich
Heuriger/ Buschenschank/ Frasca  Weinhauer/ Winzer
Bodensee-Winzer aus Leidenschaft

Betrachtet man die Weinszene in Österreich, so kommt einem Vorarlberg sicherlich nicht als erstes in den Sinn, wenn es um den Anbau von Reben und die Produktion von Wein geht. In vielen Weinführern nicht einmal erwähnt, lässt sich auch am Landschaftsbild wenig von dem Potential erahnen, das in dem westlichsten Bundesland steckt.

Ca. 20 ha Weingärten lassen sich in Vorarlberg (das zur Weinbauregion Bergland gehört) heute finden, davon fallen etwa 3,5 ha auf den Weinbaubetrieb Möth in Bregenz ab. Dass sich der Vorarlberger Weinbau – flächenmäßig klein, qualitativ jedoch sehr hochwertig – nicht hinter dem Rest von Österreich verstecken muss, zeigt Josef Möth mit seinen edlen Tropfen aus dem Ländle sehr eindrucksvoll.

Mitten in Bregenz, unweit von der Festspielbühne entfernt, befindet sich das größte Weingut Vorarlbergs, welches als einziges im Haupterwerb geführt wird. Dass es sich bei Josef Möth, dem Obmann und Gründungsmitglied des „Vereins der Weinbautreibenden Vorarlbergs“, um einen Vollblut-Winzer handelt, der sein Handwerk versteht und mit Leidenschaft dahinter ist die Vorarlberger Weinkultur voran zu treiben, wird einem spätestens beim Degustieren der Weine bewusst. Der Bodensee-Winzer macht sich die klimatischen Gegebenheiten des Sees zu Nutze (Reflexionswärme, Föhn, Wärmespeicher) und profitiert von den sandigen Kiesböden, die in der Lage „Neu Amerika“ zu finden sind. Schon in der Früh bekommen hier die Trauben erste Sonnenstrahlen ab. Die größte und beste Lage verdankt ihren Namen einer amerikanischen Methode zur Trockenlegung des Landes, die Mitte des 19. Jahrhunderts verwendet wurde.

Möth legt größten Wert auf Qualität und so wurden für die Selektion „Einmalig“ (2014) nicht nur die Trauben von Hand verlesen, sondern es wurde auch auf eine Presse verzichtet und nur durch Eigendruck schonend „gepresst“. Bei diesem streng selektierten Grünen Veltliner steht nicht das „Pfefferl“ im Vordergrund, sondern eine zurückhaltende und angenehme Säure, welche die Struktur und Vielschichtigkeit dieses Weins unterstreicht. Auch im letzten Arbeitsschritt – dem Abfüllen bzw. Verkorken – zeigt sich der Winzer innovativ. Die Weißweine werden mit einem Dreh-Korken mit integrierter Glaslinse verschlossen. Das Material reagiert nicht mit den Inhaltsstoffen des Weins und ist absolut geschmacksneutral. Für den Rotwein wird eine Holzlinse anstelle der Glaslinse verwendet.

Durch das Klima am Bodensee ist diese Region hervorragend geeignet für fruchtbetonte, aromatische Weißweine und so baut Josef Möth neben dem Grünen Veltliner die Rebsorten Chardonnay, Welschriesling und Müller Thurgau an. Ein Cuveé aus Zweigelt und Shiraz (Brigantium) komplettiert die gelungene Auswahl an Weinen. Insgesamt werden jährlich ca. 15.000 – 16.000 Flaschen abgefüllt, die sowohl im Heurigen als auch in ausgewählten Restaurants und Hotels im In- und Ausland angeboten werden.

In einem Kellergebäude, umgeben von Rebstöcken, befindet sich der gemütliche Heurige des Weinguts. Bei schönem Wetter ladet der Außenbereich zu geselligen Stunden ein, bei schlechtem Wetter der urige Innenraum mit wärmenden Holzofen. Das kalte Buffet bietet neben hausgemachten Spezialitäten (Verhackertes, Liptauer) jede Menge an regionalen Köstlichkeiten die perfekt mit den hauseigenen Qualitätsweinen harmonieren.

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