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Zotter

Österreich
Süßwarenhersteller
Große Geschmackskompositionen und -vielfalt statt einfacher Kochanleitungen: Weil Schokolade vielmehr sein kann, als sie üblicherweise ist.

Es gibt Schokolade und es gibt Zotter, denn Zotter macht zwar auch Schokolade, aber eben so ganz anders als viele anderen – wenn nicht alle – Chokolatiers. Josef Zotter hat sich den traditionellen Handwerk des Chokolatier nicht nur verschrieben um einfach köstliche Schokolade zu erzeugen, sondern um zu zeigen, dass Schokolade viel mehr sein kann, als sie üblicherweise ist. Allein die Kakaobohne, der Ursprung aller Schokoladen, birgt mehr als 1000 Aromenkomponenten in sich, wovon derzeit leider nicht mehr als 400 näher bestimmt sind.

Mit seinen handgeschöpften Schokoladen begann Josef Zotter all diese Spielarten des Geschmacks zu erforschen und mit ihnen zu spielen. Und so paaren sich seine Edelschokoladen einmal mit feinsten Canachen, ein anderes Mal mit edlen Destillaten, gerösteten Nüssen, Kernen oder verschiedensten Früchten. Ja es gibt sogar Rezepturen, bei denen die Zotter-Schokolade eine sehr harmonische Liaison mit Grammeln vom Waldschwein, Magenbitter, Chili, Polenta oder Käferbohnen mit Zwiebelconfit eingeht – und dabei den Geschmacksnerven überaus gelungene Überraschungen bietet.

Fein nuanciert und im Detail durch Gewürze oder einen Spritzer Essig abgerundet lesen sich seine Rezepturen eher wie große Kompositionen, denn wie einfache „Kochanleitungen“.

Mit 26 Jahren machte sich der gelernte Koch und Konditor Josef Zotter auf, die Schokoladenwelt zu revolutionieren und eröffnete 1987 in Graz seine erste Konditorei. Neben der Tortenproduktion begann er schon damals in jeder freien Minute an der Idee zu arbeiten, außergewöhnliche Schokoladen zu entwickeln. Und seine Kompositionen kamen bei den Kunden derart gut an, dass Josef Zotter Ende der 90er Jahre beschloss, sich voll und ganz der Schokoladenproduktion zu widmen und wurde bei diesem Vorhaben tatkräftig von seiner Gattin Ulrike Zotter unterstützt. Und so kehrten die Zotters zurück nach Bergl zurück, um dort ihre Schokoladen-Manufaktur zu errichten. Das Konzept sah vor, Tradition mit Moderne perfekt zu verbinden, neue kreative Ideen umzusetzen und dabei auch einem sozialen Anspruch gerecht zu werden, denn neben dem Kakao beziehen die Zotters auch Rohrzucker, Kaffee und Mangofrüchte aus FAIRTRAIDE Betrieben.

Der Künstler Andreas H. Gratze wurde damit beauftragt, den köstlichen Geschmack der Schokoladen auch durch die richtige Verpackung „bildlich“ werden zu lassen. Seine künstlerischen Verpackungsdesigne verleihen den verschiedensten Sorten humorvolle, nachdenkliche, liebliche oder sinnliche Bilder und Grafiken; je nach Anlass und Geschmackskomposition.

Quelle der Inspiration und Wiege der Zotter-Schokoladen ist die Steiermark. Mit dem Interesse an Regionalität werden viele Rohstoffe wie Milch, Edelbrände oder Kürbiskerne von Nachbarn oder Betrieben aus der Region bezogen. „Wenn man regionale Produkte verwendet, weiß man um deren Anbau, Verarbeitung und Kultivierung – man kennt die Produzenten und kann daher ihren Produkten vertrauen.“, erklärt Josef Zotter und auch deshalb hat er seine Produktionsstätte inmitten der wunderschönen Landschaft und ihrer Felder errichtet.

Zotter steht auch für Vielfalt und individuellen Geschmack, denn schließlich hat jeder Mensch seinen eigenen Kopf und folglich auch seinen eigenen Geschmack. An die 140 unterschiedliche Schokoladenartikel führt Zotter derzeit im Sortiment und da Josef Zotter ein ruheloser Erfindergeist ist, kommen ständig neue Sorten hinzu. Mit jeder neuen Sorte und mit jedem Handgriff versucht Josef Zotter sich gegen die Standardisierung von Geschmack, Lebensmitteln und in letzter Folge auch des Lebens zu setzen.

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