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In Salzburgs Hauptstadt wird durch die Veredelung regionaler Produkte und bäuerlicher Rezepte verzaubert, mit Bier(variationen) feucht-fröhlich eingestimmt und natürlich vor allem mit zwei zu Recht berühmten Nachspeisen verwöhnt: Mozartkugel und -torte.
Der Name Salzburg stiftet zuweilen Verwirrung, ist er doch namensgebend für das Bundesland Salzburg und die Landeshauptstadt gleichermaßen. Von Weitem sichtbar ist die weltberühmte Festung Hohensalzburg, die herrschaftlich auf einem Felsplateau thront. Und Salzburg ist ohne Zweifel eine der schönsten Städte, nicht pompös, aber elegant und vornehm. Mozart ist der bekannteste Sohn der Stadt, und noch heute scheint sein leichtes, beschwingtes und beschwingendes Gemüt über der Stadt zu schweben. „Von Salzburg will ich nichts mehr wissen!“, schimpfte das Musikgenie zwar, als es vom Oberküchenmeister Graf Karl Arco mittels fürstlichen Fußtrittes aus dem erzbischöflichen Dienst entlassen wurde und fortan als freischaffender Künstler und Komponist werken musste. Aber Mozart hat den Fußtritt als solchen der Küchengilde nicht wirklich verübelt, denn sonst hätte er wohl kaum seinen Don Giovanni die Zeilen „Sie eccellente, è il cuoco mio, che lo volle anch’ei provar“ singen lassen (frei übersetzt: mein Koch sucht seinesgleichen). Neben der Musik, den Frauen und dem Billardspiel war Mozart durchaus ein Freund der leiblichen Genüsse, was das (leider wenig bekannte) Klavierstück „la tartine de buerre“ („das Butterbrot“) belegt, in dem auf heitere Art das Bestreichen eines Butterbrotes beschrieben wird. Und auch der 1920 von Hugo von Hofmannsthal und Max Reinhardt auf dem Domplatz inszenierte „Jedermann“ schlemmt gut und gerne. Aus der Zusammenarbeit Hofmannsthals mit Reinhard entstanden dann die berühmten Festspiele Österreichs – die alljährlich im Sommer stattfindenden Salzburger Festspiele.

Auch wenn ein gewisser Conrad Hagger bereits 1718/1719 mit dem Buch „Neues Saltzburgisches Koch-Buch für hochfürstliche und andere Höfe“ ein nahezu drei Kilogramm schweres Kompendium über die grandiose Salzburger Hofküche verfasst hat (mit diesem Werk sollte er dem Fürsterzbischof zu Unsterblichkeit verhelfen), so ist der Kern der Salzburger Küche bis heute sehr urig, bodenständig, deftig und naturbelassen. Doch sorgte nicht zuletzt dieses Buch mit seinen mehr als 2500 Rezepten für den außerordentlich guten Ruf der Salzburger Küche. Es wurde regelrecht zum Standardwerk in den Küchen der europäischen Fürstenhöfe und setzte neue Maßstäbe. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass in diesem Buch erstmals schriftlich das heute weltberühmte Backhendl erwähnt wird – ein eindeutiger Beweis dafür, dass das Ausbacken von Speisen in Österreich seit Jahrhunderten bekannt ist (und nicht von den Italienern abgekupfert wurde, wie es die südlichen Nachbarn gerne behaupten).

Man spürt ihn in allen Ecken und Winkeln Salzburgs: den eleganten Hauch längst vergangener Zeiten. Ob in den hinterlassenen Spuren an den Fassaden und im Gewölbe des Doms oder der Franziskanerkirche, ob durch den mittelalterlichen Charme der Festung Hohensalzburg oder die Geschichten erzählenden Straßennamen – die verspielte Barockstadt am Nordrand der Alpen umhüllt der romantische Zauber von Vergangenem und Modernem.

Feinschmecker haben es in Salzburg schwer, ist die Auswahl an schattigen Biergärten, gemütlichen Gasthäusern, traditionsreichen Kaffeehäusern oder noblen Spitzenrestaurants doch groß. Schlemmen soweit der Bauch mitspielt, ist hier angesagt: die Basis der vor allem als finessenreiche Küche, die spielerisch Rezepte aus der Bauernküche veredelt und weiterentwickelt, sind dabei meist einfache Produkte und Spezialitäten der Region. Sei es das Weidelamm oder die Schwarzbeernocken: der Gaumen kann gar nicht genug jauchzen vor so viel Leckereien. Besonders ans Herz gelegt sei alles, was mit Bier- beginnt, denn in Salzburg schiebt man den Wein – trotz allem elegantem Alstadtflair - lieber zugunsten der schaumigen Bodenständigkeit zur Seite: ob Bierkäse, Bierbrezel, Biersuppe, Bierbraten oder Bierfleisch – die Salzburger wissen, was im Bier für Potential und Facettenreichtum steckt.

Aushängeschild der Salzburger Stadt ist natürlich die Confisserie, die in den zart-schmelzenden Mozartkugeln gipfelt. Die köstliche Kombination aus Nougat, Marzipan und Schokolade, die so herrlich auf der Zunge zergeht, lässt man sich am besten in einem der renommierten Kaffeehäuser der Stadt wie dem Café Tomaselli (dem ältesten Kaffeehaus in ganz Österreich!) schmecken. Daneben gibt’s köstlichen Apfelstrudel, Esterhazy-Schnitte und natürlich saftige Stücke der berühmten Mozarttorte.

Etwas weiter weg von der Innenstadt tut sich die Gemeinde Wals-Siezenheim als wichtigstes Gemüse-Anbaugebiet im Bundesland Salzburg auf. Das Land zwischen dem Untersberg und der Mozartstadt ist für den Gemüseanbau besonders gut geeignet. Naturnahe Methoden und Bewirtung im Einklang mit der Natur sind Schlüsselbegriffe für die vielfältige Palette an Gemüsesorten auf höchster Qualität. Das Walser Gemüseland bietet so vom knackigen Salat über fruchtiges Gemüse wie Tomaten, Paprika oder Zucchini bis hin zum berühmt-berüchtigten Walser Kraut alles, was das Gemüseherz begehrt.

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