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Vergnügungspark, Naturjuwel und Schlaraffenland in einem: Riesenrad und grüne Entspannungsoase treffen auf Bierkultur und Würstelstand

Rummelplatz und Ort nostalgischer Kindheitserinnerungen für die einen, kulinarische Entdeckungsreise mit Würstelständen und Bier-Stelzen-Rendevouz für die anderen, grüne Entspannungsoase für fast alle – und Standort des Riesenrads, eines der berühmtesten Wiener Wahrzeichen: der Wiener Prater bietet für jedermann und für jederlei Anlass genau das Richtige.


Wenn man vom Wiener Prater spricht, meint man umgangssprachlich meist den Vergnügungspark im Prater, den sogenannten "Wurstelprater". Die eigentliche Region des Praters meint aber ein sehr viel weitläufigeres Areal von 6km² im 2. Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt, wobei der "Wurstelprater" nur an der Nordwestspitze dieses Areals liegt: er macht also flächenmäßig nur einen sehr kleinen Teil des gesamten Pratergebiets aus. Nichtsdestotrotz sind Achter- und Geisterbahnen, Rummelplatz und Riesenrad typische erste Assoziationen zur Praterregion. 1766 gab Josef II. den Prater für die Allgemeinheit frei und legte damit den Grundstein für den größten Vergnügungspark Europas. Dies war auch die Geburtsstunde des "Wurstelpraters", denn bald schlugen Wirte, Kaffeesieder und Lebzelter ihre Buden im Prater auf und der Duft von Wein, Bier, Bradelbratern, Fleischselchereien, Langos, Knoblauch, Lebkuchen, Krapfen und Zuckerwerk erfüllte die Praterluft. Der Prater erreichte in Windeseile jenen Status, den er heute noch inne hat: ein europaweit bekanntes Fress- und Schlaraffenland.

Und wer sich jetzt die Frage stellt, woher der "Wurstelprater" seinen Namen hat, dem sei in aller Kürze gesagt: von der Figur der "Hanswurst" aus dem Volkstheater. Eine Überleitung zu dieser Namensherkunft und umgangsprachlichen Bezeichnung für den Vergnügungspark findet sich im Wurstelbrunnen am Wurstelplatz. Hier trifft der Kasperl als Wiener Original die Wurst als Namensgeber des "Wurstelpraters".


Der Blick über die Stadt aus 64,75 Meter Höhe: das Riesenrad im Prater

1896/97 errichtet, seinerzeit ein Unikat, heute die meistbesuchte Sehenswürdigkeit der Donaumetropole: so die rapide zusammengekürzte Geschichte des Wiener Riesenrads. Unter ebendiesem soll auch der erste Hot-Dog der Welt entstanden sein: eben hier entfachte erstmals die glorreiche Idee, die Wurst samt Senf phallusgleich in einen ausgehöhlten länglichen Wecken zu stecken, damit man sie leichter aus der Hand essen konnte. Der Name jener Kreation? „Knacki-Fracki“ (Knackwurst im Frack)!

Praterauen: Ein Naturjuwel mitten in Wien

Wer dann aber über die erste Vergnügungspark-Assoziation zum Stichwort „Prater“ hinausdenkt, hinausschaut und vor allem -schmeckt und -isst, entdeckt, dass die Praterregion noch viel mehr zu bieten hat abseits von Riesenrad und Achterbahn.

Wer sich beispielsweise Erholung wünscht, der ist mit dem Grünareal des Praters, den Praterauen als Tipp gut beraten. Wie ein kleiner Naturjuwel erscheint das paradiesische Fleckchen Grün mitten in Wien und lädt hervorragend zum Entspannen ein. Die Schlagader des Grünen Praters ist dabei natürlich die 4,5 Kilometer lange Hauptallee. 2500 Bäume sind es, die die schnurgerade, breite Chaussee zwischen Praterstern und Lusthaus säumen, eine beeindruckende Zahl!


Von der Bierkultur bis hin zur Stelze: die kulinarische Seite des der Praterregion

So vielfältig die Unterhaltung im Wiener Prater, so vielfältig auch die kulinarischen Möglichkeiten, die sich hier bieten. Sie reichen von der typischen „Haßen“ (damit meint er hiesige Wienerdialekt eine heiße Wurst) am Wiener Würstelstand, bis zu urigen Gasttätten sowie opulenten Gaumenfreuden für Genießer der gehobenen Restaurantkategorie.

Wem die Stichworte „Böhmische Küche“ und „Bierkultur“ das Herz höher schlagen lassen, denen sei das legendäre Schweizerhaus empfohlen, das mit Fug und Recht als eine Wiener Institution bezeichnet werden darf: Bei einem feucht-fröhlichen Gespräch genießen Kenner dort zum kühlen Budweiser Bier unter dem Schatten der Bäume eine der berüchtigten „Stelzen“.

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