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Brandenburg

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Schon Theodor Fontane schrieb Brandenburg ein Liebesgedicht und das zu Recht: die traumhafte Landschaft zwischen Spree und Havel bietet ein Paradies für den Genussmenschen.

Das einstige Mark Brandenburg schrieb durch Theodor Fontanes Reisebericht in der Literatur und Welt Geschichte und hat sich heute zu einer modernen, innovativen Region gewandelt. Da überrascht es auch nicht, dass Brandenburg heutzutage nicht nur mehr von den Berlinern als Urlaubsdestination geschätzt wird: Menschen aus aller Welt reisen hierhin, um auf den Spuren Fontanes durch die bezaubernde Landschaft zwischen Spree und Havel zu wandern.

Als eher armes Land mit sandigen Böden, vielen Seen, Flüssen und Wäldern, war die Region zwischen Elbe und Oder vor allem bekannt für ihre Bevölkerung aus allen Ländern und Welten: ob Siedler aus der Pfalz, aus der Schweiz, den Niederlanden, aus Schlesien, Mecklenburg, Pommern oder viele aus Religionsgründe verfolgte Hugenotten – sie fanden hier Heimat und Zuflucht. Die Hugenotten waren es übrigens auch, die vor etwa 200 Jahren den Preußen, die damals nur Kohl und Rüben kannten, neue Gemüsesorten mitbrachten: grüne Erbsen, Spargel oder Salat waren ihre Boten.

Der sicher mit bekannteste Landstrich Brandenburgs ist der im Süden der Niederlausitz gelegene Spreewald. Hier leben seit ca. 1400 Jahren die Wenden, besser als Sorben bekannt. Viel Traditionelles hat sich hier erhalten, auch in den Küchen. Vor allem die Spreewälder Gurken haben sich überregional durchgesetzt und dürfen zu keiner Brotzeit fehlen. Eine erfrischende Gurkensuppe ist im Sommer ein Genuss.

1750 durch Friedrich den Großen durchgesetzt, eroberte der Kartoffelanbau die Herzen und Kochtöpfe der Brandenburger zwar nicht in Windeseile, aber dafür nach einigen Misserfolgen vollständig und auf ewig. Eine Lobeshymne schrieben der Kartoffel dann wahrscheinlich gedanklich viele, Theodor Fontane tat es aber schwarz auf weiß und zwar in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ – ein weiterer Beweis für den hohen Stellenwert der Knolle.

Eine geschätzte Spezialität sind auch die „Teltower Rübchen“, eine Zuchtform der weißen Rüben, die in den Sandböden der Mark Brandenburg schwer gediehen, deshalb winzig-klein heranwuchsen und dadurch ein zart-würziges Aroma entwickelten. Zu den zahlreichen Gerichten aus Berlin und Brandenburg gehören die Teltower Rübchen dank ihres süß-würzigen Geschmacks auch beinah verpflichtend dazu.

Um die Stadt Werder (Havel) herum wird viel Obst angebaut und zu Obstweinen weiterverarbeitet. In verschiedenen Brennereien werden auch gute Obstbrände produziert.

Seit jeher warteten natürlich auch in den großen und kleinen Gewässern Brandenburgs allerlei Schätze: Hechte, Zander, Aale, Plötzen, Barsche und Rotfedern gingen hier den Fischern ins Netz und landeten später auf den Tellern. Beliebt ist beispielsweise das von schlesischen Zuwanderern mitgebrachte Rezept für "Karpfen polnisch". Vor allem aber der Hering ist aus der Brandenburger-Berliner Küche nicht wegzudenken, Ob als eingelegter Hering, Rollmops, Brathering oder Heringsstipp ist er fast in jeder Eckkneipe zu finden.

Berlin und Brandenburg waren darüber hinaus bis in die 1930er als das krebsreichste Gebiet Deutschlands bekannt. Durch die 1870 erstmals aufgetretene Krebspest wurden die europäischen Bestände an Edel- und Sumpfkrebsen fast vollständig ausgerottet und erst 1880 gelang die Neuzüchtung durch einen in der Oder ausgesetzten amerikanischen Flusskrebs, der sich rasch in Spree, Havel und umliegenden Seen ausbreitete. Bekannt ist dieser Krebs als klein mit geringem Fleischanteil unter dem Namen Havel-, Oder- und Flusskrebs.

Letztlich bieten die Wälder Brandenburg wie die Schorfheide, die Niederlausitz und der Hohen Fläming hohe Wild- und Pilzbestände, die zu hervorragenden Gerichten kredenzt werden. Pfifferlinge, Maronen und Steinpilze sind es vornehmlich, die in Brandenburg auf die Teller kommen.

Brandenburg und kulinarisches Paradies? Diese Frage sollte nun wohl nicht mehr schwer mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet werden können.

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