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Kürbiskernöl und Käferbohnen: die heutige Steiermark ist viel mehr als das. Nicht zuletzt wegen dem Innovationsgeist der Steirer kann die Steiermark getrost als Schlaraffenland Österreichs bezeichnet werden.

Wenn von der Steiermark kulinarisch die Rede ist, so denken die meisten Menschen sicherlich zuerst an Kürbiskernöl, Käferbohnen, Schilcher und die Klachlsuppe. Doch die heutige Steiermark ist viel mehr als das, denn sie darf sich heute mit Fug und Recht als ein Schlaraffenland Österreichs bezeichnen. Das es soweit kommen konnte, hat das ehemalige Armenhaus Österreichs im wesentlichen drei wichtigen Faktoren zu verdanken:

1. Da war zunächst einmal kein geringerer als der legendäre Erzherzog Johann, der sein geliebtes Tirol verlassen musste und sich in Steirische Exil begab. Etwas Besseres konnte der Steiermark zumindest aus kulinarischer Sichtweise nicht passieren, denn Erzherzog Johann förderte die Landwirtschaft wie kaum ein Zweiter. Nicht nur mit großflächig angelegten Weingärten ließ er experimentieren, nein auch die berühmten steirischen Rinderzuchten (heute ist das Styriabeef als exzellentes Fleisch in aller Munde)sind auf ihn zurückzuführen. Ferner ließ der volksnahe „Landesvater“ Obstkulturen (wer kennt ihn nicht, den steirischen Apfel) anlegen, Gemüse aller Art anpflanzen und nicht zuletzt die heimischen Wildfrüchten und –Kräuter in die Küche gebracht. Somit kann Erzherzog Johann sicherlich als ein großer Erneuerer der steirischen Agrarwirtschaft bezeichnet werden.

2. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Innovationsgeist der Steirer selbst. Schon immer war man hier Neuem gegenüber aufgeschlossener als woanders und hat dabei niemals seine eigenen heimischen und bodenständigen Wurzeln vergessen. Insbesondere in der Küche kann man feststellen, dass das sich

die bürgerlich-bodenständigen Rezepte und die doch im wesentlichen sehr urbane Kochkunst gegenseitig befruchteten und heraus wunderbare neue Kreationen entstehen konnten. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass in Graz bereits im 17. Jahrhundert ein Zentrum der Kochbuchliteratur entstehen konnte, ein berühmtes Werk aus dieser Zeit ist z.B. das 1686 erschienene „Grätzerische Kochbuch“.

Noch heute entwickeln die Steirer viele neue kulinarische Produkte, die mitunter wirkliche Gaumenfreuden darstellen, als gute Beispiele dienen hier die wohl in ihrer Form einzigartige Zotter-Schokolade, der Vulkano-Schinken, die „Süße Ente“ vom Buschenschank Polz (eine Entenleberterrine mit Trockenbeerenauslese und Trebernbrand – himmlisch!), die edlen Essige und Schnäpse von Alois Gölles oder die exzellenten Köstlichkeiten der Familie Fink (Eingelegtes, Marmeladen, aromatischer Turmschinken u.v.m.). Das Leben kann so schön sein...

3. Als dritter wesentlicher Bestandteil sind nicht zuletzt die wunderschöne Natur mit ihren vielseitigsten Landschaften sowie das insgesamt doch milde Klima der Steiermark zu nennen; aber auch der sorgsame Umgang mit diesem „Geschenk Gottes“ ist von elementarer Bedeutung. Schon immer haben es die Steirer recht geschickt verstanden, den agrarischen „Größenwahn“ möglichst zu vermeiden und arbeiten deshalb überwiegend in landwirtschaftlichen Kleist- und Kleinbetrieben zwischen 2 und 25 Hektar Nutzfläche. Die daraus entstandenen oftmals wirklich zauberhaften Kulturlandschaften (vor allem im Süden und Südosten) werden heutzutage oftmals als die „Steirische Toskana“ bezeichnet; sie stehen im krassen Gegensatz zum teilweise schroffen Hochgebirge der westlichen Steiermark und dem lieblichen, dicht bewaldeten Hügelland, das mitverantwortlich dafür ist, dass die Steiermark auch die „Grüne Mark“ genannt wird.

Und wer noch mehr ins Detail gehen will, der denke an die herrlichen Weine der Südost- und Südsteiermark, der denke an die saftigen Steirischen Poularden, welche schon zu Zeiten der Donaumonarchie beliebt waren oder an das köstliche „Verhackerte“, den Speck, Hauswürste, Kren und und und. Gerade endlos ließe sich die Liste der steirischen Delikatessen fortsetzen, doch sie zu verkosten ist erst der einzig wahre Genuss!

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