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Podlasien

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Anmutig, naturbelassen und von Wisenten bewohnt: Der hinterste Nordosten Polens präsentiert sich als stilles und verträumtes Fleckchen Erde.

In Podlasien ist erhalten geblieben, was andernorts verloren ging: Tourismus war hier lange Zeit ein Fremdwort, die wunderbare Natur und die Volksidentität konnten hier in ihrer Urtümlichkeit erhalten bleiben. Ehrlich, ungezwungen und gastfreundlich sind sie, die Bewohner Podlasiens: hier ist man stolz auf seine Geschichte und die Fertigkeit, seit Jahrhunderten in Nachbarschaft mit vielen Bevölkerungsgruppen in Harmonie zusammenzuleben. Mit seinen vier Nationalparks und seiner dreifachen Reinheit (Wasser, Wälder, Luft) hat sich Podlasien als „grüne Lunge Polens“ und durch den Bialowieska-Urwald mit seinen frei lebenden Wisenten einen Namen gemacht.

Der hinterste Nordosten Polens präsentiert sich als stilles und verträumtes Fleckchen Erde. Ab dem Westlichen Bug, einem bedeutenden Nebenfluss der Weichsel bis hin zum litauisch-weißrussischen Grenzgebiet reihen sich die Häuschen der kleinen Dörfer und die großen Bäume der ausgedehnten Wälder wie Holz- und Moosperlen aneinander. Gemächlich mäandernde Ströme wie der Narew dominieren das Erscheinungsbild dieser historischen Landschaft.

Die Hauptstadt der Wojewodschaft Podlaskie ist Białystok, die relativ junge Stadt, die sich um die Residenz der Familie Braniccy entwickelt hat und heutzutage mit ihrer Schönheit imponiert und ehrenvoll als „Podlasien Versailles“ genannt wird. In der Stille der bäuerlichen Idylle verweilend, sieht man schon aus der Ferne die Türme Bialystoks in den Himmel wachsen: auf dem Besichtigungsprogramm sollte unbedingt der imposante Branicki-Palast sowie das barocke Rathaus stehen! Suwałki, die zweitgrößte Stadt der Woiwodschaft verzaubert mit seiner klassizistischen architektonischen Eleganz. Eines der schönsten Gebäude der Stadt ist die am anderen Ende des Marktplatzes gelegene Kościół Świętego Aleksandra (Alexanderdom).

Augustów ist eines der beliebtesten Sommerurlaubsziele in Polen. Vier große Seen umgeben das „Venedig des Nordens“, das inmitten der dichten Wälder der Puszcza Augustowski liegt. Gegründet wurde die Stadt 1555 von Königin Bona Sforza und verzaubert mit kristallklaren Seen und dichten Wäldern.

Die größte Stadt in dem nördlichen Teil von Podlasien ist Łomża, eine historische Stadt am Fluss Narwia (Wasserweg), die für Museumsammlungen (darunter eine Sammlung der Bernsteine) bekannt ist. Die Stadt ist Nachbar des Kampinowski Urwaldes, dessen Bevölkerung die alten Sitten und Bräuche (mit der Imkerei und Fischerei zusammenhängende) kultiviert. Diese Kultur findet ihre Wiederspiegelung in einem Freilichtmuseum in dem Städtchen Nowogród – gelegt in der malerischen hügeligen Landschaft, an der Mündung zweier Flüsse: Pisa und Narwia. Von Białystok und Łomża aus ist es nicht weit zu den beiden Nationalparks. In der Umgebung von Tykocin, eine Stadt-Baudenkmal befindet sich Narwiański Nationalpark. Diese Umgebung wird „polnischer Amazonaswald“ genannt, denn das Labyrinth der Flussarme dieses wilden durch zahlreiche Gattungen seltener Tiere bewohnten Flusses ähnelt sehr dem weiten Brasilien.

Ein Grenzland verschiedener Kulturen ist der östliche Teil von Podlasien. In der Umgebung von Bielsko Podlaskie gibt es Gebiete, die von Nationalminderheiten, Weißrussen und Ukrainer, bewohnt werden, die in manchen Ortschaften doch Mehrheit bilden. Daher die zahlreichen, wunderbaren orthodoxen Kirchen und in Bielsko Podlaskie – eine der wenigen Schulen des Ikonenmalens in Europa.

Podlasien war auch eine Region, die von keinem Krieg verschont wurde, in der die Grenzen so oft verändert wurden, dass es möglich war, in einem Menschenleben in einigen Staaten zu leben, ohne ein einziges Mal den Hof zu verlassen. Dementsprechen fanden auch die Einflüsse aus zahlreichen anderen Kulturen ihren Einzug: die weißrussische, litauische, jüdische… Podlasien ist ein Sammelsurium vieler Traditionen, Sichtweisen und vieler Geschichten. Ähnlich sieht es mit der Küche Podlasiens aus. Eckpfeiler der Region sind Kartoffeln und Grütze; und auch das Wildbret hat durch die dichten Wälder hier eine bedeutende Position eingenommen. Typische Gerichte der Region sindGugelhupf und Würstchen, aus Kartoffeln wohlgemerkt!

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