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Region Mährisch Schlesien

Tschechien Land
Schwerindustrie trifft auf naturbelassene Landschaftsidylle

Mohnfelder und Kirschbaumalleen, Eisenwerke und Barockschlösser, Bunkerlinien und sanfte Flusstäler: Die Mährisch-Schlesische Region liegt im östlichsten Landesteil der Tschechischen Republik und gilt als eine der kontrastreichsten überhaupt.

Es ist jener kleine Rest von Schlesien, der einst bei Österreich geblieben ist. Eine vergessene Kulturregion zwischen Preußen und Böhmen, heute Grenzgebiet zwischen Polen und Tschechien. Beethoven und Liszt haben hier komponiert und Eichendorff hat hier gedichtet. August Scholtis, ein Vorläufer von Günter Grass, Ota Filip und Milan Kundera haben die Geschichte(n) dieser Gegend geschrieben.

Das stählerne Herz Tschechiens: Obwohl die Mährisch-Schlesische Region meist sofort mit den Industriegebieten um Ostrau (Ostrava) in Verbindung gebracht wird, kann die Landschaft andernorts, wie im Alvatergebirge mit abwechslungsreicher Naturlandschaft aufwarten: Besonders der mäandrische Flusslauf und die dadurch entstandenen Arme der Oder, die großen Wiesenflächen, die Auwälder und Teichsysteme machen die Faszination dieses Gebietes aus. Auch das Landschaftsschutzgebiet Beskiden bietet außergewöhnliche Naturschätze, insbesondere die ursprünglichen, urwaldartigen Waldbestände mit ihrer Vielzahl seltener Arten der Karpatenflora und –fauna. Nein, Mährisch-Schlesien wird nicht umsonst auch „Die Region der Kontraste und Möglichkeiten“ genannt.

Hauptstadt der Region ist Ostrau (Ostrava), sowohl flächenmäßig als auch hinsichtlich der Einwohnerzahl die drittgrößte Stadt der Tschechischen Republik. Trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten hat sich die verkommene Metropole Ostrava wieder herausgemacht. Sie ist die lebendigste und innovativste Stadt Tschechiens: Nicht unbedingt schön, aber hochinteressant. Beispielsweise für Architekturliebhaber, die hier voll auf ihre Kosten kommt, eint die Stadt doch unterschiedlichste architektonische Stilrichtungen: Neben Funktionalismus und Klassizismus sind auch Gebäude im Jugendstil im Stadtbild anzutreffen. Eine große Rolle spielt die Industriearchitektur, geprägt durch den starken Einfluss der Schwerindustrie. Tja und nicht zuletzt findet sich natürlich auch in Ostrau der Eckpfeiler schlechthin der Tschechischen Cuisine: 13 Bierbrauereien verknüpfen sich hier zu einer Bier-Großmacht. Probieren muss man die Marken Radegast, Holba und Excelent, und wenn man schon in Ostrau ist, Ostrava.

Südwestlich von Ostrava, schon in Blickweite ihrer Schlote, hat sich ein eigenartiges und zauberhafes Wasserreich erhalten. Eine Landschaft aus Flußschleifen, Teichen und Schilfinseln: bei Studénka windet sich die junge Oder wie eine jener Ringelnattern, die hier ihr Dorado haben. Seerosenteiche, kleine Kanäle und weite Blumenwiesen bilden ein urtümliches und zugleich künstlich geformtes Naturreservat für Wasservögel, Fische und Mücken. Erstere beiden finden sich natürlich gerne auf den regionalen Speisekarten wieder.

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