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Mährische Walachei

Tschechien Region
Eine Region voller geschichtsträchtiger Tradition

Sie erhielt ihren Namen von den Schafshirten, den Walachen: Die Rede ist von der mährischen Walachai, gelegen im Nordosten Tschechiens und einer der meistbesuchtesten Orte der Region Zlín. Das touristische Erfolgsrezept der Region? Ist ein klares, schlichtes und authentisches Motto: Tradition pur! Besonders zu empfehlen ist der Gipfel des Bergs Soláň, von welchem aus man sowohl die für die Region typische Volksarchitektur, als auch die beeindruckende Naturlandschaft der Region betrachten kann.


Geschichte der Walachei

Die Walachei wurde seit jeher durch die tschechische und seit dem 17. Jahrhundert auch karpatische Sennerkultur geprägt. Als eine eigene landeskundliche Region formte sich die Walachei im 16. Jahrhundert und bereits im 17. Jahrhundert kam es auch zur Besiedlung der Berggebiete in den Beskiden, wohin die Hirten aus der Slowakei und teilweise auch aus der Ukraine und aus Rumänien kamen. Die walachischen Kolonisten vermischten sich langsam mit dem einheimischen Volk und es kam zum Durchdringen der älteren Bauern- und der neueren Sennerkultur.

Kurz zur Namensklärung: Als Walachen bezeichnete man ursprünglich nur die walachischen Kolonisten und später die Hirten in den Bergdörfern, die das spezifische walachische Recht anwandten. Während des 30jährigen Krieges, als die Walachen an der Rebellion gegen den Kaiser teilnahmen, breitete sich die Bezeichnung "Walache" aus und galt für alle Bewohner der ostmährischen Region, die später "Walachei" genannt wurde.

Im 19. Jahrhundert kam es zum Niedergang der Sennerei. Die Walachei wurde jedoch weiterhin durch spezifische Mundarten und spezifische Erscheinungen der karpatischen Volkskultur, vor allem durch die Holzarchitektur gekennzeichnet: Besonders eindrucksvoll sind die Blockhäuser in Pustevny. Einmal besichtigt, steht die Erkenntnis fest: Das ist die Walachei in ihrer natürlichen Reinform!


Die Walachei kulinarisch

Wie kann man seinen Urlaub in der Walachei noch versüßen? Indem man die lokalen Spezialitäten kostet! Besonders beliebt sind die Frgály: süße Plunderteilchen mit einem Durchmesser von 30 cm, die aus Hefeteig hergestellt und mit Streuseln bestreut werden. Ursprünglich bezeichnete der Begriff „Frgál“ schlicht ein misslungenes Gebäck, allerdings bürgerte sich der Begriff allmählich als Bezeichnung für einen großen, runden, im Ofen gebackenen Kuchen ein. Die Frgály waren ein Feiertagsessen und bis heute unterscheiden sie sich nach verwendeter Füllung - Sie können mit Birnen-, Pflaumen- oder Apfelfüllung hergestellt oder mit Mohn und Nüssen, Quark und Grieß und Honig gefüllt werden. Auch pikant trumpfen sie auf: mit Kraut gefüllt als sogenannte zelník (Krautkuchen).

Eine weitere lokale Spezialität sind die Stramberger Ohren (Štramberské uši), um die sich folgende Legende rankt: Als die Tataren durch das Land tobten, fanden eines Tages die Einwohner einer Ortschaft Säcke voller gepökelter Ohren, die die Tataren den Einheimischen abgehackt hatten. Als Erinnerung daran werden bis heute diese, mittlerweile süßen Ohren gebacken.

Tipp: Ein echtes regionales Gastro-Zentrum voller traditioneller Speisen (einschließlich einer Sliwowitz-Brennerei) ist das Freilichtmuseum in Rožnov in der mährischen Walachei. Verkosten sollte man unbedingt das Vizovice-Gebäck, das aus der walachischen Volkskunst nicht wegzudenken ist.

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