Menschen

Tante Annis Wiener Haferflockensuppe

Österreich
Suppen und Eintöpfe

Historisches

Die ältesten Nutzungsnachweise des Hafers lassen sich in Mitteleuropa auf ca. 2500 v. Chr. datieren. Ab dem Hochmittelalter ist Hafer in Mittelgebirgslagen eine bedeutende Feldfrucht die erst durch die Einführung der Kartoffel ihre Stellung verlor. Noch um 1940 rangierte Hafer in der weltweiten Bedeutung nach Weizen und Mais an dritter Stelle der Getreidearten.

Die Haferkörner sind fest mit den Spelzen umschlossen, die sich durch den Drusch nicht voneinander trennen lassen. Für die Verwendung der Haferkörnern in der menschlichen Ernährung müssen die Spelzen daher entfernt werden.
Ernährungsphysiologisch ist Hafer die hochwertigste Getreideart, die in Österreich angebaut wird. Indem die Körner entspelzt und nicht geschält werden, bleiben die Vitamine der äußeren Kornschicht erhalten; allerdings sind die Körner infolge des geringen Kleberanteils zur Herstellung von Brot kaum geeignet. Nach dem Entspelzen, Schälen und Darren dienen die Körner in gewalzter Form als Haferflocken für die menschliche Ernährung.
Haferflocken können roh oder gekocht verzehrt werden und sind leicht verdaulich. Weiterhin lassen sich aus ihnen Hafergrütze und Hafermehl herstellen. Doch der uneingeschränkte Klassiker in der österreichischen Küche ist sicherlich die Wiener Haferflockensuppe!

Zutaten

1 bis 2 Hand voll  Haferflocken
200 bis 250 g  Selchfleisch
vorgekocht und klein gewürfelt
1,5 bis 2 L  Rindsuppe
1 St.  Zwiebel
(großes Exemplar)
2 bis 3 EL  Butterschmalz
ersatzweise Margarine
  Kümmel
(nach Geschmack)
  Knoblauch
(zerdrückt; reichlich)
  Rahm
  Pfeffer
  Salz
1 Bd  Dille
4   Eidotter
nach Belieben

Zubereitung

Die Zwiebel schälen und fein hacken, danach in Fett (Butter oder Margarine) goldgelb anrösten. Kümmel nach Geschmack dazu geben und ebenfalls kurz durchrösten. Die Haferflocken hinzufügen, abrösten und mit Rindsuppe aufgießen. Haferflocken weich kochen, dabei Suppe oder Wasser nachgießen und zur gewünschten sämigen Konsistenz kochen (die Suppe sollte weder zu dick noch zu flüssig sein); das kleingeschnittene Selchfleisch darin erwärmen, anschließend die Suppe mit reichlich zerdrücktem Knoblauch, etwas Rahm, Salz und Pfeffer abschmecken. Mit frischen Dillkraut verfeinern.

Tipp

Nach Wunsch mit einem rohen Eidotter garniert auftischen.

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