Menschen

Kaisergugelhupf

Österreich
Kuchen, Torten & Petit fours

Historisches

Auch wenn der Kaiser wahrscheinlich sehr selten eines der vielen Wiener Beiseln besucht haben wird (nicht nur weil er der Kaiser war, sondern weil er vor allem kulinarisch vollkommen desinteressiert war), so spricht das Wiener Volk bei diesem wunderbaren Gugelhupfrezept gerne über eine passende Anekdote:
Die Freundschaft (heute würde man wohl unverhohlen von einem Verhältnis sprechen) des Monarchen mit der feschen Burgschauspielerin Katharina Schratt war ein offenes Geheimnis. Ihr kleines Stadtpalais in Hietzing war vom Schloss Schönbrunn aus leicht und diskret erreichbar. Zur Sommerfrische traf man sich in Bad Ischl. Bei seiner Freundin liebte der Kaiser insbesondere die gemütlichen Nachmittagsstunden bei Kaffee und Gugelhupf. Derartige Besuche waren genau eingeteilt, denn Kaiser Franz Josef war im Privatleben genauso pedantisch und pünktlich, wie sonst im Staatsleben auch.

Zutaten

280 g  Butter
280 g  Mehl
14 St.  Eidotter
7 bis 8 St.  Eiweiße
125 ml  Obers
(lauwarm)
20 g  Germ
12 St.  Mandeln
(gestiftelt oder halbiert)
3 EL  Vanillezucker
  Salz

Außerdem:

  Butter
für die Form
  Brösel
für die Form
  Vanillezucker
oder Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung

Die Butter muss sehr flaumig abgerührt werden. Die Eier trennen, die Dotter mit Vanillezucker, lauwarmem Obers und der Germ werden mit einer Prise Salz in einer separaten Schüssel ebenfalls abgerührt. Eiermasse mit dem Butterabtrieb gut vermischen.
Aus 7-8 Eiweißen einen festen Schnee bereiten und diesen vorsichtig portionsweise zusammen mit dem Mehl in die Buttermischung einarbeiten. Eine große Gugelhupfform dick mit Butter einfetten, mit wenig Semmelbröseln ausstreuen und den Boden mit den Mandeln auslegen (wer mag, kann zusätzlich den Rand der Form mit Mandelblättchen ausstreuen).
Die Gugelhupfform zur Hälfte mit dem Teig befüllen, diesen langsam aufgehen lassen und bei nicht allzu großer Hitze im Rohr langsam (etwa eine Stunde) backen. Nach dem Stürzen wird der Gugelhupft sofort mit Vanillezucker oder Staubzucker bestreut.

Tipp

Dazu wird in Wien entweder eine Melange oder ein sogenannter Häferlkaffee serviert.
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