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Limoncello

Konserven, Vorratshaltung und Haustrunke
Zitronenlikör

Historisches

Es gibt mittlerweile unzählige verschiedene Herstellungsverfahren für dieses Kultgetränk. Von eher säuerlich bis hin zu pick-süß reicht allein das Geschmackszentrum der in Sorrento und Amalfi beheimateten Limoncello-Betriebe. Die meisten von ihnen bieten als touristische Attraktion ein Schauverfahren hinter Glasscheiben an, doch werden da nicht die eigentlichen Erzeugnisse produziert, sondern eher Limoncello-Spektakel für Gäste inszeniert. Es ist wohl verständlich, dass kein Betrieb sein Geheimnis preisgeben will. Die Kunst des Limoncello liegt einzig und allein in der Auswahl der richtigen Zitronen sowie dem ausgewogenen Geschmack des Likörs – zu säuerlich ist genauso wenig erwünscht, wie zu süß.

Entscheiden sind vor allem die Zitronen. Hat man die großen, aromatischen Zitronen aus Amalfi zur Hand, genügen schon 6-8 Stück für einen Liter Limoncello. Von anderen, kleineren Zitronen braucht man sicherlich 10-12 (und sogar mehr), um einen guten Limoncello zu erzeugen. Manch ein Produzent gibt Vanilleschoten mit dazu, andere Zitronenblätter und wieder andere arbeiten mit halbreifen Zitronen. Folgendes Grundrezept kann nach persönlichem Geschmack abgewandelt werden:

Zutaten

10 bis 12 St.  unbehandelte mittelgroße Zitronen
2 St.  Zitronenblätter
1 L  Alkohol (90 %)
350 bis 400 g  Zucker
500 ml  Wasser

Zubereitung

Zunächst die Zitronen und Zitronenblätter gründlichst waschen und mit einem sauberen Küchentuch abreiben. Danach die Zitronenschale ganz dünn abschälen, darauf achten, dass keine weißen Bestandteile an der Schale heften bleiben. Zitronenschalen zusammen sammeln und in feine Streifen schneiden. Die Zitronenblätter ebenfalls in feine Streifen schneiden. Alles in ein luftdicht verschließbares Glas mit 1,5 L Fassungsvermögen füllen, den Alkohol bis zum Rand angießen, Glas gut verschließen und 12-16 Tage (ich finde, dass 15 Tage perfekt sind) ziehen lassen.

Wenn die Zitronenschalen dem Alkohol ihren Geschmack abgegeben haben, beginnt man mit der eigentlichen Herstellung. Den Zucker zusammen mit dem Wasser auf dem Herd bei wenig Hitze langsam aufkochen lassen, bis sich der Zucker vollkommen aufgelöst hat. Sirup vom Herd nehmen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Den Sirup mit dem Zitronenansatz vermischen und durch ein Sieb in ein zweites Gefäß seihen, dabei die Zitronenschalen gut ausdrücken. Den Vorgang wiederholen und die Schalen sehr sorgfältig ausdrücken, damit möglichst viele ätherische Öle im Limoncello landen. Ich lasse den Limoncello gerne in großen Gebinden reifen (weil er dann harmonischer wird), doch man kann ihn auch in kleinere Flaschen abfüllen. An einem trockenen und dunklen Ort mindestens 3-4 Wochen ruhen lassen, bevor er genossen wird.

Tipp

Bevorzugt man eher eine herbere Note, einfach weniger Zucker nehmen.

Hinweis: Den Sirup zusätzlich mit dem Saft einer Zitrone aromatisieren (vor dem Aufkochen dazu geben).

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