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Traditionelle Burgenländische Bauernblunz’n

Hauptspeisen

Historisches

Die Blunze erfreut sich im Burgenland nicht nur großer Beliebtheit, sondern auch einer langer Tradition. Nahezu jeder Bauer hat hierfür sein Geheimrezept und sie schmeckt wirklich überall anders.

Am Schlachttag wurden die ersten, frisch aus dem Kessel kommenden Blutwürste in eine große Pfanne mit Schmalz gegeben und langsam im Rohr gebraten. Am Abend nach der harten Arbeit genoss man dann den herrlich knusprig gebratenen Schmaus mit Rote-Rüben-Salat oder Sauerkraut.

In einigen Gegenden des Burgenlands feierte man das sogenannte „Blunzenoa’singa“ (Blunzenansingen), zu dem alle jungen Leute aus der Nachbarschaft geladen waren und bevor die riesigen Mengen von Blunzen vertilgt werden durften, gab es ein Ständchen:

„Liawa Vejda, liawi Muam,

Mia singa ejngari Blunzn huam;

nit zu dick und nit zu loang,

dass nei’mal uman Oufa gloangt.“

Noch heute stellen die meisten Bauern, die Schweine haben, ihre Blunzen selbst in traditioneller Art und Weise her. Doch gibt es auch Fleischerei-Betriebe in denen ausgezeichnete Blutwürste hergestellt werden, wie z.B. beim Wagenhofer in Zemendorf.

Ein weiteres nettes Brauchtum ist das der Luzelfrau, so etwas ähnliches wie das irische Halloween, nur eben auf burgenländisch. Die sogenannte Luzelfrau (eigentlich ein weiblicher Krampus) erscheint am 12. Dezember, einen Tag vorm Luziafest und klopft mittels eines Kochlöffels an die Türen der Dorfbewohner, wo sie unter handfesten Gehabe Unheil prophezeit, sollte man sie nicht ausreichend mit Speis und Trank versorgen: „Wenn ich keinen Speck bekomme, schneide ich den Balken ab. Und wenn ich keine Blutwurst kriege, nehm’ ich deine Töchter mit!“ Gespendet wird allerdings nicht aus reiner Angst, sondern aus einem anderen sehr guten Grund: das „Luzelgehen“ ist heute ein der Dorfjugend vorbehaltener Brauch, die sich dadurch so manch köstlichen Happen ergattert (und zuweilen auch das Taschengeld aufbessern kann).

Zutaten

3 kg  fettes Fleisch
(Schweinskopf, Hals, Lunge, Milz, Schwarten)
2 bis 3 L  Schweineblut
30 St.  Semmeln
(oder die gleiche Menge gekochten Reis)
5 St.  Zwiebeln
beliebig   Knoblauch
2 bis 3 Hand voll  Grammeln
75 g  Schmalz
beliebig   Majoran
  Thymian
  Pfeffer aus der Mühle
  Salz

Zubereitung

Die Semmeln am Vortag klein schneiden und trocknen lassen. Das Fleisch wird in einen großen Kessel weich gekocht, danach faschiert. Die Semmeln in etwas Brühe einweichen.

Fein gehackte Zwiebeln in Schmalz goldbraun rösten, dann mit den ausgedrückten Semmeln, den Grammeln, einigen feinst gehackten Knoblauchzehen sowie dem Faschierten vermengen. Alles gut durcharbeiten, dabei das Blut zugießen, die Masse recht würzig abschmecken.

Blutwurstmasse in dünnere, gereinigte Därme füllen und bei 80 Grad 45-60 Minuten in der Kochbrühe vom Fleisch langsam garen. Fertige Würste lauwarm abspülen.

In einer tiefen Pfanne reichlich Schmalz erhitzen, die Blutwürste darin rundherum knusprig braten bis die Haut resch ist. Dazu isst man frisch gerissenen Kren, Sauerkraut und Erdäpfelschmarren.

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