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Haschahof

Österreich
Erlebnis  Gebäude
Pflückgarten für Salatfreuden

Die Geschichte des heutigen Haschahofs beginnt 1920 mit der damaligen »Gutspachtung Rothneusiedl«. 1987 stellte Rudolf Hascha den Betrieb als einen der ersten in Wien auf biologischen Landbau um und bietet seitdem Plückgärten an, wo die jeweiligen »Garten-Pächter« selbst gärtnern und ernten; die Kunden sollen damit möglichst nah an den Ursprung der Nahrungsmittel herangeführt werden, und selbst geerntete Gemüse und Salate schmecken dem Vernehmen nach ja besonders gut.
Apropos Salat: Für viele Nicht-Wiener schmecken die Wiener Salatmarinaden befremdlich. Tatsächlich wird hier nur sehr wenig Essig an den Salat gegeben, dafür aber eine gute Prise Zucker – das soll das Aroma heben, vor allem bei leicht säuerlichen Früchten wie Paradeisern. Aber auch bei Kartoffelsalat und sogar bei Blattsalat macht sich die Zuckerprise vortrefflich. Und so sind die meisten Wiener sehr zufrieden mit ihrer leicht süßlichen Salatmarinade und brauchen da keine Experimente – wozu auch?
»Würze wie ein Weiser, gib Essig wie ein Geiziger und Öl wie ein Verschwender!«, heißt es in einer überlieferten Küchenanleitung für die Salaterin. Ausnahmen bestätigen die Regel, und so kommt auf den Krautsalat etwas Speck, auf den Rote Rübensalat etwas Kümmel, und der Kartoffelsalat wird mit einem Löffel Mayonnaise zum Mayonnaise-Salat. Aber in den meisten Fällen ist man sowieso mit Erdäpfelsalat oder »Gemsal« mehr als zufrieden.
Beim Gemsal, dem gemischten Salat, findet sich oft auch ein Selleriesalat aus der Konserve – aus gutem Grund: Seit jeher war das Anlegen von Gemüsekonserven mit Hilfe von Salz, Zucker und Essig wichtiger Bestandteil der Wiener Küche, und daher sind Vertreter wie Salz- und Essiggurken, Pfefferoni, Rote Rüben oder eben Sellerie-Salat sehr typisch und kaum wegzudenken, denn eine Burenwurst ohne »scharfe Ölpfefferoni« geht gar nicht!

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