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Leisserhof

Österreich
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Geburtsort der Trockenbeerenauslese

Trockenbeerenauslesen wurden im Burgenland kreiert, denn die Bedingungen für die dafür notwendige Botrytis (Grauschimmelfäule) sind hier besonders günstig. Die erste Auslese wurde 1526 in Donnerskirchen geerntet und vinifiziert. Diese Essenz wurde im Herrschaftssitz des Freiherrn von Leisser gelagert und nur zu festlichen Anlässen aufgetragen – später delektierten sich auch die Fürsten Esterhazy am edlen Tropfen. Über 300 Jahre lang war das damalige Deutsch-West-Ungarn das Zentrum für Süßweine schlechthin, bis man sich Mitte des 19. Jahrhundert von Frankreich – und in Folge auch von Italien und Deutschland – den Rang hat abluchsen lassen.

1976 gelang es den Burgenländischen Winzern wieder einen Weltklasse Süßwein zu präsentieren: erneut war es Donnerskirchen, erneut die Gutskellerei Leisserhof. Die Welschriesling Trockenbeerenauslese 1976 wurde 1979 zum »World Wine Champion« gekürt – zu Recht, vereint sie doch alle Elemente eines großen, einzigartigen Prädikatsweines. Wer kosten möchte, hat dazu im Leisserhof Gelegenheit, denn es gibt noch einige Flaschen von diesem einzigartigen Tropfen (kleiner Wehrmutstropfen: der Spaß kostet die »Kleinigkeit« von 1.800 Euro pro Flasche).
Das »World Champion Fass« ist im Leisserhof-Keller zu besichtigen und zudem ein seltenes Luther-Fass aus dem 17. Jahrhundert: der Name geht wohl auf die Tatsache zurück, dass sich die Donnerskirchner besonders hartnäckig zum Luthertum bekannten und erst unter der Androhung katholisch gemacht werden konnten, dass sie Haus und Hof verlieren und nicht auf dem herrschaftlichen Gottesacker begraben würden, wenn sie weiterhin an ihrem Glauben festhielten.

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