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Maria Theresia

Denkmal  Statue
Symbol des barocken Wien

Wien, Weltstadt des Barock. Durch gezielte Heiratspolitik wurde Wien Zentrum einer Großmacht. Das neue Selbstbewusstsein drückte sich in Architektur, Malerei und auf den Tafeln aus. Der üppige Lebensstil des Barock prägte Essgewohnheiten und Figuren.
Maria Theresia, Österreichs größte Kaiserin, ging mit gutem Beispiel voran. Sie redete wie ihre Landsleut, sie genoss ein sehr sinnliches Liebesleben, aus dem 16 Kinder hervorgingen, sie liebte heimische Kost und war dem Vernehmen nach so natürlich und herzlich, wie es sich ein Volk nur wünschen konnte. Und damit dieses bei Laune blieb, schuf sie die Schmauswaberln, wodurch jedermann von den höfischen Tafeln naschen konnte, und sie erhob das bis heute gültige »Maria Theresia Brennrecht«, das kleinen landwirtschaftlichen Betrieben erlaubt, 300 Liter Alkohol mit geringer Steuerlast zu brennen.
Von einfacher oder gar gesunder Ernährung hielt man im Barock nicht viel – Speis' und Trank mussten reichlich bemessen und phantasievoll gestaltet sein. Mahlzeiten wurden zu einer pompösen Inszenierung, immer wieder mahnte Abraham a Sancta Clara zur Mäßigung – doch es half wenig: Tagtäglich kamen Importeure und brachten Schinken aus Westfalen, Mortadella und Wein aus Italien, feinstes Konfekt aus Venedig, Wachteln aus der Lombardei, Krammetsvögel aus Syrakus und Gewürze aus Indien. Das Erlesenste war gerade gut genug, und wer es sich nicht leisten konnte, der verfeinerte die bodenständige Küche mit duftenden Kräutern.
Maria Theresia selbst bestellte sich gerne mal 30 Speisen bei der Köchin Eva Müllbauer, ihrerzeit legendäre Wirtin im Gasthaus »Zum wilden Mann« in der Kärntnerstraße. Aufgrund eines einzigen Rezeptes avancierte die Köchin zur Lieblingswirtin der Kaiserin und wurde reich beschenkt – der Titel des Rezepts spricht Bände: »Gewickelte Krebsgermnudeln mit Obers gebacken«.

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