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Nationalpark Hohe Tauern (OTi)

... Osttiroler Anteil
Gebiet/ Umgebung/ Landschaft
Der Nationalpark Hohe Tauern zählt zu den größten Nationalparks Europas und zu den imposantesten Hochgebirgslandschaften der Erde.

Ein gutes Viertel seiner Fläche (1.834 Quadratkilometer) liegt in Osttirol, wobei das Massiv um den Großvenediger (3.674 m) zu den landschaftlich reizvollsten Gebieten überhaupt zählt. Mit Ausnahme der Wasserflächen, die der öffentlichen Hand gehören, ist der gesamte Nationalpark in Privatbesitz (60 Privatalmen, 60 Gemeinschaftsalmen, 650 Grundbesitzer). 700 Nutzungsberechtigte wurden an einen Tisch gebracht, um diese einzigartige Landschaft in ein zukunftsweisendes Projekt zu intergrieren, das einerseits den Anforderungen des Naturschutzes genügt, andererseits aber auch den Menschen in diesem Lebensraum ein Einkommen ermöglicht. Und daher wurden im Nationalpark gewisse Zonen definiert: Kernzonen, deren Nutzung streng untersagt ist, andererseits aber auch so genannte Kulturlandschaften, die beweisen, dass der Mensch die Natur nicht immer auf negative Art und Weise beeinflusst. Die prächtig blühenden Almweiden und Bergmähder der Hohen Tauern entstanden über viele Jahrhunderte durch die Hand emsiger Bergbauern, welche fernab jeglicher Romantik die Flächen oberhalb der Waldgrenze bewirtschaften mussten, um die Heimgutflächen für den Fruchtanbau nutzen zu können. Dafür notwendige Rodungen senkten zwar die Waldgrenze, dir regelmäßige Mahd und die Beweidung durch Haustiere öffneten jedoch einer Vielzahl von Pflanzenarten einen Lebensraum. Und so hat das Nebeneinander von Menschen und Natur eine beeindruckende Kulturlandschaft entstehen lassen.

Nur zaghaft wurden nach dem Rückzug der letzten Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren Pflanzen und Tiere aus den zentralasiatischen Kältesteppen, aus der Arktis, aber auch Südeuropa in diesem neuen Lebensraum heimisch. Heute bilden sie bewundernswerte und vielfältige Lebensgemeinschaften in einem extremen Lebensraum. Die Primärlandschaft der Kernzonen wurden niemals vom Menschen verändert, sondern präsentiert sich so, wie sie sich über Jahrmillionen völlig frei entwickeln konnte. Erst seit 200 Jahren wagte sich der Mensch hinauf zu den höchsten Gipfeln Österreichs, wo einst der Sitz böser, unheilbringender Geister vermutet wurde. In einem kleinen Osttiroler Bergsee konnte vor kurzem die so genannte "Urforelle" - die genetische Stammform der Bachforelle - entdeckt werden. Sie wird nun nachgezüchtet und in den Gewässern des Nationalparks freigelassen. So wird der Nationalpark Hohe Tauern mit seiner geschützten Natur auch so etwas wie ein Genpool, ist er doch eine Arche Noah für tausende Tier - und Pflanzenarten. Doch der Nationalpark ist vor allem auch eine Oase der Ruhe für den naturorientierten Menschen - zur Erholung und Entdeckung!

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