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Andorra

Andorra Staat
Das winzige, katalanischsprachige Fürstentum Andorra versteckt in der majestätischen Berglandschaft der Pyrenäen: Eine der verblüffendsten Ecken Westeuropas.

Vielen ist der Kleinstaat möglicherweise eher als Buch von Max Frisch bekannt denn als Land: Mit nur etwa 65.000 Einwohnern ist Andorra wahrlich nicht gerade für seine Größe bekannt. Doch wer hoch hinaus will, ist hier genau richtig. Andorra ist das, was man ein Gebirgsland und terra incodgnita (unbekanntes, unberührtes Land) nennt und befindet sich als Juwel in den Pyrenäen eingebettet zwischen Frankreich und dem katalanischen Teil Spaniens.

Andorras Entstehung geht weit zurück bis in die Eiszeit als mächtige Gletscher die Gebirge regierten und sich Platz schafften durch ihre stolzen Massen. Wiesen, Weiden und Wälder bestimmen zwei Drittel des Landes, der Rest existiert oberhalb der Baumgrenze und ist karg und steinig.

Andorranische Küche

Bei der Nähe zu Katalonien wundert es wohl auch nicht, dass die Küche des Landes vorwiegend katalanisch geprägt ist - Die Crema Catalana lässt grüßen. Daneben findet man aber auch Einflüsse aus der französischen und italienischen Küche, vor allem im Norden des Landes. Was die kulinarischen Fleischgenüsse der Region anbelangt, so spielt durch die gebirgigen Lage das Schaf die Hauptrolle in der Küche Andorras, Lamm und Ziegenprodukte sind auf den Speiseplänen nicht wegzudenken. Besonders beliebt ist auch Schweinefleisch (meist in Form von Speck, Schinken und diversen Würsten) oder Wild (Wildschwein und Hase) aus den Wäldern der Pyrenäen. Wer es lieber fleischlos mag, greift zur Spezialität der Hauptstadt Andorra la Vella: Truita de riu a l’andorrana (Andorranische Flussforelle) oder bedient sich am köstlichen Gemüse das Landes wie Kohl, Tomaten, Sellerie oder Kartoffeln.

Die wohl wichtigste "Zutat" der andorranischen Küche aber ist die Liebe zum Detail. Beim Würzen der Speisen achtet man sehr genau auf die Mengen, nicht nur für den richtigen Geschmack, sondern auch um die korrekte Farbe zu erzielen, denn das Auge ist bekanntlich mit, vor allem in Andorra.

Nationalgerichte

Auf der Suche nach andorranischen Rezepten kommt man an Trinxat nicht vorbei: Gebratener Kartoffel-Wirsing-Stampf mit Speck. Es ist wohl das bekannteste Gericht Andorras und kommt, wie viele andere Speisen in diesem Land, aus dem benachbarten Katalonien. Diese Gericht ist früher sicherlich einmal aus der Not heraus entstanden, als im kalten Winter in den Bergen nichts außer Kartoffeln, Kohl und ein paar Speckresten in der Speisekammer war.

Escudella (Andorranischer Fleisch-Gemüse-Eintopf) kommt ursprünglich aus Spanien, ist aber in etwas abgewandelter Form zu einem traditionellen Gericht in Andorra geworden. Es ist, ebenso wie Trinxat, ein typisches Wintergericht. Früher diente dieser Eintopf wohl zu Verwertung von sämtlichen Fleischresten.

Und wem an dieser Stelle noch immer nicht die Worte "Klein, aber oho!" auf der Zunge liegen, dem sei versichert: Passender könnte man Andorra kaum beschreiben und erleben.

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