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Wiener Gabelbissen

Essen & Trinken
der beliebte Jausen-Snack

Da in Wien traditionell „lieber zuviel gegessen, als zuwenig getrunken“ wird, wie auf einer stadtbekannten Tafel im Gasthaus Renner in Nussdorf zu lesen ist, wird nach dem Frühstück ein Gabelfrühstück genommen, welches üblicherweise zwischen 9.30-10.30 Uhr eingenommen wird. Nach dem obligatorischen Mittagessen um 12.00 - 12.30 Uhr (meist 2-3 Gänge, bestehend aus Suppe, Hauptspeise, Dessert) kommt dann so gegen 15.30-16.30 die Nachmittags-Jause in Form einer Mehlspeise zum Kaffee, damit die Wartezeit bis zum Abendessen leichter überbrückt werden kann.

So weit so gut, kann es in unser hektischen Zeit aber durchaus vorkommen, dass man – meist aus terminlichen Gründen – die eine oder andere Mahlzeit auslassen muss; und wenn dann nicht einmal ein alles rettender Würstelstand in Reichweite ist, dann kann der sogenannte „Gabelbissen“ den ärgsten Hunger stillen.
Früher war der Gabelbissen schon beinahe eine kleine Mahlzeit, heute handelt es sich vielmehr um einen kleinen Imbiss. Das Grundprinzip ist aber gleich geblieben: ein kleinerer Happen, meist aus Ei, Hering, Schinken oder Gemüse wird mit Mayonnaise und Pickles in Aspik eingegossen. Die Portion ist dabei üblicherweise so „klein“, dass man sie mit zwei bis drei „Gabelbissen“ verzehren kann, dazu gibt es meist eine ofenfrische Semmel oder einen Kornspitz.
Natürlich kennt die Wiener Küche auch kunstvoller gestaltete und gehaltvollere Gabelbissen, die schon eine anständige Jause bilden können. Zu dieser Gruppe von Rezepten gehören z. B. Klassiker wie die Schinkenrolle, die Tellersulz oder die beliebten Roastbeefröllchen - doch diese Kleingerichte werden zumeist im Kaffeehaus eingenommen, während die kleinen Happen im Supermarkt erworben werden.
Unter dem Wiener Gabelbissen versteht man heute fertig zusammengestellte Imbisse verschiedener Geschmacksrichtungen, die in Plastik-Becher abgefüllt angeboten werden. Doch dabei muss nicht gleichzeitig auf gute Qualität verzichtet werden, denn einige alt-eingesessene Firmen bieten durchaus frische und schmackhafte Gabelbissen an, die durchaus schmackhaft und gut sind. Ein Vorreiter in dieser Sache war z.B. die Fa. Spack, die seit mehr als 70 Jahren Sorge dafür trägt, dass im Büro niemand Hunger leiden muss. Firmen wie Wojnar oder auch Hiksch erweiterten das Angebot und kamen mit eigenen Produkten auf den Markt.
Bis heute erfreuen sich diese kleinen Imbisse im Retro-Design fast ungebrochene Beliebtheit obwohl sie nicht unbedingt modernen Ernährungsgewohnheiten gerecht werden - oder vielleicht gerade deswegen!
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