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Woachfleisch

Historisches
... ist kein weiches Fleisch!

Für das stark vom Katholizismus geprägte Land Österreich nehmen die beliebten Selchwaren - vor allem der Beinschinken - selbstverständlich auch eine wichtige Rolle im kirchlichen Brauchtum ein, insbesondere zu Ostern. Gerade nach der langen, harten und entbehrungsreichen Fastenzeit schmecken kulinarische Köstlichkeiten wie allerlei Selchwaren oder eben Beinschinken noch einmal so gut. Doch bevor der Osterschinken angeschnitten und genossen werden darf, sollte er geweiht – und damit zum sogenannten „Woachfleisch“ – werden. Damit ist auch schon gesagt, dass das „Woachfleisch“ seinen Namen nicht vom „weich Kochen“ hat, sondern daher, dass es vor oder während der Osternacht „geweiht“ worden ist. Und deshalb hängt man in vielen Gebieten das für den Ostersonntag bestimmte Fleisch noch vor dem Sonnenaufgang an einen Baum, weil der Papst in Rom mit seinem Segen das Fleisch für die ganze Welt weiht.

Das erste Fleisch, das am Ostersonntag genossen wird, sollte geweihtes Fleisch sein. Das hierfür bestimmte Schinkenstück wird, nachdem es den päpstlichen Segen erhalten hat, im Anschluss an den Kirchgang noch im Festtagsgewand am Mittagstisch verzehrt. Übrig gebliebene Knochen werden dann im Acker vergraben: „Die g’weiht’n Boan‘ begrabt ma‘ inner’n Roan!“ (Die geweihten Knochen begräbt man im Rasen (Acker)).

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