La cucina povera in der Neapolitanischen Küche
Hiermit befinden wir uns eigentlich schon im zentralen Universum der charakteristischen Neapolitanischen Küche, denn diese ist keinesfalls königlich oder fürstlich, sondern schlicht und einfach eine proletarische Volksküche – und dafür schämt man sich in Neapel keineswegs, sondern ist stolz darauf! Wenngleich man sagen muss, dass nicht mehr viele Lokale die traditionellen Gerichte anbieten, sondern sich durchwegs dem modernen Geschmack und den neuzeitlichen Erfordernissen angepasst haben; allerdings, und das rettet die Ehre Neapels wieder, gibt es auch sogenannte vornehme Restaurants, die sich nicht scheuen, die traditionelle cucina povera aufzutischen, ganz im Gegenteil, sie tun dies sogar mit Liebe und einer gehörigen Portion Traditionsromantik.
Zwei Relikte aus der glorreichen Zeit der cucina povera (der Arme-Leute-Küche) haben die Jahrhunderte so gut wie unbeschadet und unverändert überdauert: Pizza und Frittiertes. Wem an dieser Stelle die Pasta abgeht, dem sei vorweggenommen gesagt, dass auch diese unzählige Mutationen durchmachen musste, bevor sie zur heutigen Akzeptanz fand.
Mit Pizza, Frittiertem und schließlich auch der Pasta haben wir schon drei wichtige Säulen der sogenannten cucina semplice del popolo napoletano, also der einfachen Volksküche Neapels, angesprochen, weitere Eckpfeiler sind alle möglichen Cerealien, insbesondere Hülsenfrüchte und Gerste, und vor allem deftige Eintöpfe.
In Neapel lässt sich vorzüglich speisen und hervorragend genießen, denn das Umland versorgt die Stadt mit herrlichsten Gemüsen und Früchten, aus dem Meer kommen zahlreiche Fische und Meeresfrüchte und die Köche der Stadt verstehen sich traditionell darauf, auch aus den einfachsten Zutaten schmackhafte Speisen mit ganz charakteristischem Aroma zu zaubern.
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