Hamburger Katenschinken
Hamburger Katenschinken ist eine Spezialität, die weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt ist. Einst war ein jeder Fleischer stolz auf seine hauseigene Rezeptur, das Fleisch stammte aus ihm bekannten Zuchtbetrieben und die Feinheiten der Würze wurden von den Ahnen überliefert. Seinen Namen verdankt er - wie übrigens der Holsteiner Katenschinken, sein engster Verwandter, auch - der sogenannten Kate, eine Art Kemenate die sich einst am Dachboden befand, wo der zart geräucherte Schinken Zeit zum Lufttrocknen hatte. Heute geschieht dies in speziellen Reifekammern.
Die typischen Merkmale: Hamburger Katenschinken wird bei der Pökelung zart mit Salz, Pfeffer und Wacholder gewürzt. Anschließend hängt man ihn in den kalten Rauch von Buchenspänen, wobei er sehr dezent und mit entsprechenden Ruhephasen geräuchert wird, damit er nicht allzu viel Raucharoma abbekommt. Dadurch schmeckt der Hamburger Katenschinken besonders fleischig, vorausgesetzt die Qualität des Ausgangsprodukts „Schweinekeule“ war perfekt. Zudem besteht Hamburger Katenschinken – im Gegensatz zum verwandten Holsteiner Katenschinken – aus ganzen Keulen, ist also ein Knochenschinken, wodurch er letztlich saftiger bleibt und fleischiger wirkt.
Original Hamburger Katenschinken wird IMMER mit dem Messer aufgeschnitten, was ihn einerseits herzhafter macht, andererseits aber auch das Fleischaroma als solches besonders gut zur Geltung kommen lässt. Man isst den Katenschinken zumeist als Brotzeit oder Vorspeise. Besonders beliebt ist in Hamburg auch die Kombination von Katenschinken und Spargel.
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