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Navarra

In der Vielfalt liegt der Genuss
Land

Die autonome Region Navarra, in der Mitte Nordspaniens zwischen der Atlantikküste und dem Mittelmeer gelegen, erstreckt sich von den Pyrenäen im Norden bis zu den Ufern des Ebros im Süden. Es heißt, in der Vielfalt liege der Genuss, und unter den Regionen Spaniens ist Navarra wohl eine der landschaftlich vielseitigsten, wenn nicht überhaupt die vielseitigste überhaupt. Hier wechseln sich Täler mit grünen Wäldern, rauschende Wasserfälle und bedeutende Flüsse miteinander ab. Ähnliches kann man von der Gastronomie Navarras und den Produkten, aus denen sie besteht, behaupten. Die geografische Vielfalt Navarras schlägt sich auch in der Gastronomie nieder: Die Pyrenäen bestechen durch Milchprodukte und Wild, die Zona Media durch Lamm und Wein und La Ribera durch ertragreiche, vielfältige Obst- und Gemüseplantagen. Wenngleich alle diese Erzeugnisse in der ganzen Region zu finden sind, hat jeder Landstrich seine eigenen Spezialitäten zu bieten.

Am besten beginnt man die Entdeckungsreise in Pamplona. Die Hauptstadt des ehemaligen Königreichs Navarra wartet darauf, erkundet zu werden. Kulinarische Highlights erlebt man während des legendären Tapas-Wettbewerbs Semana del Pincho: Die besten Köche Navarras bereiten kunstvolle und raffinierte Tapas zu mit gestalterischer Liebe zum Detail, die nicht nur die Jury beeindrucken. Dem Publikum werden die kleinen Köstlichkeiten für wenige Euro angeboten.

Im nördlichen Valdizarbe kann man die geschichtsträchtigen Orte Obanos, Añorbe und den Dreh- und Angelpunkt des Camino de Santiago, das historische Städtchen Puente de la Reina kennen lernen, das seinen Namen von der nahe gelegenen "Brücke der Königin" erhalten hat. Im Osten gibt es die Ribera Alta und das 30 Kilometer von Pamplona entfernte Städtchen Artajona zu entdecken, einst ein Hochzeitsgeschenk für den König García Ramírez und seine Gemahlin Doña Urraca. Beeindruckend thront die bedeutendste und best erhaltene mittelalterliche Festung dieser Gegend El Cerco auf einem Hügel über den engen Gassen des Dorfes. Die Baja Montaña im Südwesten lockt mit der eleganten Palastburg in Olite und dem Städtchen San Martín de Unx, das oft als die Wiege des Rosés aus Navarra bezeichnet wird.

Weinbau hat in Navarra Tradition, bis ins 12. Jahrhundert reichen dessen Wurzeln. Da Navarra in der Vergangenheit den Bourbonen näher stand als dem spanischen Königshaus, ist der französische Einfluss an einem hohen Anteil französischer Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Pinot Noir erkennbar. Eine empfehlenswerte Weinroute ist die Ruta del Vino de Navarra, deren Wege durch das Herz der Region, die sogenannte Zona Media führen. Sie ist bekannt für ihre mittelalterlichen Festungen, Paläste und Klöster - von zahlreichen Aussichtspunkten blickt man über Felder, Olivenhaine und Weingärten mit ihrer unglaublichen Farbenpracht. Nicht wirklich Wein, dafür aber ein mindestens genauso großes Erlebnis und Highlight ist übrigens der pacharán, ein Schlehenlikör, der mit Anis versetzt wird.

Nicht zu vergessen ist auch die Haute Cuisine in Miniatur, bestehend aus den als pinchos bekannten Snacks. Sie verkörpern eine beliebte Tradition, die sich seit einigen Jahren in neuem Gewand und in Form neuartiger, phantasievoller und schmackhafter Versionen präsentiert. Und wer sich nun noch an die Semana del Pincho erinnert, dem sei gesagt: Die erhält ihren Namen selbstverständlich nicht von irgendwoher. Dazu ein Glas Navarra-Wein und ein Versprechen: Nie wieder weg von hier!

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