Aufgehender Tommerl
Historisches
Neben Krapfen gab es in der Steiermark früher Tommerl zu Weihnachten, denn auch der Sterz und Sterz verwandte Rezepte gehören zur Steiermark, wie das Amen zum Gebet. Dieser Tommerl wird in einer Gugelhupfform gebacken und nach Belieben gefüllt – meist mit Powidl oder Marmelade, in manchen Regionen auch mit Dörrobst oder blättrig geschnittenen Äpfeln (Kompott), manchmal auch mit Nüsse oder – wie nachstehend – nur mit reichlich Zucker (der während des Backens zu Karamell wird), Butter und Zimt. In jedem Fall galt er als festliche Mehlspeise, die am Weihnachtsmorgen aufgetischt wurde.
Zutaten
zerlassen
Füllung:
gerne auch mehr
gerne auch mhr
Außerdem:
für die Form und zum Bestreichen
Zubereitung
Am Vorabend den Germ mit etwas lauwarmer Milch, einer Prise Zucker und etwas Mehl verrühren, dann zugedeckt an einem Warmen Ort gehen lassen.
Am nächsten Tag das Mehl mit der Milch, dem Dampfl, zerlassener Butter, restlichem Zucker und einer Prise Salz in einer Knetmaschine verrühren, an einem warmen Ort aufgehen lassen, dann nochmals gründlich verkneten und wieder aufgehen lassen.
Teig etwa fingerdick auswalken. Butter in Flocken geschnitten mit dem Zucker vermischen und mit Zimt nach Geschmack würzen – dann die Mischung auf dem Teig verteilen (Rand belassen). Dann den Teig zu einer Rolle formen und diese in eine gefettete Rein oder entsprechend große (gefettete) Gugelhupfform füllen. Zugedeckt erneut an einem warmen Ort aufgehen lassen.
Teigoberfläche mit Butter bestreichen und den Tommerl bei 160 Grad eine knappe Stunde backen bis die Oberfläche hell goldbraun ist. Den Tommerl aus der Form stürzen und noch warm aufschneiden.
Tipp
Den Tommerl vor dem Aufschneiden mit einem Gemisch aus zerlassener Butter und Zucker übergießen.
Variante: Wenn man die Zuckermenge verdoppelt und noch etwas Butter dazu gibt, so wird nicht alles vom Teig absorbiert und läuft nach dem Backen als appetitlicher Karamell aus dem warmen Kuchen heraus.
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