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Beutelhuhn

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Historisches

In der traditionellen Küche Frankreichs kennt man ein Gericht, bei dem das Huhn in einer Schweinsblase gegart wird; das Rezept nennt sich übrigens Getrüffelte Poularde in der Blase „Joannes Nandron“. Nun, Schweinblasen sind hierzulande nicht leicht erhältlich, außerdem werden sich viele Hausfrauen vor dem Gebrauch scheuen. Weil das Gar-Verfahren aber grundsätzlich eingeleuchtet, haben wir von der Contadino-Redaktion diese Alternative entwickelt. Und Sie werden überrascht sein, wie zart und saftig das Huhn auf den Teller kommt.

Deutlich sind übrigens auch die Asiatischen Einflüsse in diesem Rezept - und die kommen nicht von ungefähr. Die gesamte sogenannte Nouvelle Cuisine, die ihren Ursprung in Frankreich hat und aus dessen Umfeld auch das Rezept mit der Schweinsblase stammt, ist Asiatisch beeinflusst - weil die Köche Frankreichs plötzlich der Ästhetik am Teller mehr Bedeutung zuteil werden ließen, als das zuvor der Fall war. Insbesondere die Japaner und die Chinesen haben daher besonderen Einfluss auf die Küche Frankreichs gehabt - und in China kennt man ein Rezept namens "Bettlerhuhn", das ganz ähnlich zubereitet wird (nur wird das Huhn für das "Bettlerhuhn" in Lehm und/oder Blätter eingeschlagen, nicht in eine Schweinsblase).

Zutaten

1   Bio-Huhn
oder eine Mais-Poularde - mindestens 1,5 kg schwer (besser 2 kg)
125 ml  Sesamöl
2 bis 3 EL  Sojasauce
2 bis 3 EL  trockener Sherry
3 bis 6   Knoblauchzehen
Menge nach Geschmack und Belieben
  Chiliöl
nach Belieben
  Ingwerwurzel
frisch gehackt, nach Belieben

Zubereitung

Sesamöl, Sojasauce, Sherry und Knoblauch vermischen (gut macht sich in der Marinade auch etwas Ingwer und/oder Chili-Öl). Das Huhn in einen ausreichend großen Gefrierbeutel geben, mit der Marinade übergießen und den Beutel fest verschießen – Marinade leicht einmassieren, dann über Nacht im Kühlschrank einwirken lassen, erneut massieren und noch weitere 12-24 Stunden marinieren lassen.

Den Beutel mit dem Huhn aus dem Kühlschrank nehmen. Wenn man sich nicht sicher ist, dass der Beutel gut verschlossen ist, sollte man das Ganze in einen zweiten Gefrierbeutel geben und wirklich sorgfältig verschließen – es sollte kein Wasser eindringen dürfen. Den Beutel in einen Topf geben und soviel Wasser dazu geben, dass alles bedeckt ist. Auf den Herd stellen und erhitzen bis das Wasser etwa 80 Grad heiß ist. Hitze zurücknehmen und bei etwa 72 Grad einige Stunden (ein normales Huhn etwa 2 Stunden, ein großes BIO-Huhn etwa 3 Stunden – 4 Stunden) langsam gar ziehen lassen, bis das Huhn ganz zart ist.
Das Huhn aus dem Beutel nehmen, mit dem eigenen Saft übergossen auf einer Platte anrichten. Sofort auftischen.
Variante: man kann das Huhn natürlich auch nach persönlichem Geschmack mit Bier, Zwiebeln, Trüffel u.v.m. aromatisieren und auf die gleiche Weise zubereiten

Tipp

Variante: man kann das Huhn natürlich auch nach persönlichem Geschmack z.B. mit einer Marinade aus Bier und/oder Wein, Zwiebeln, Trüffel u.v.m. aromatisieren und auf die gleiche Weise zubereiten - exzellent schmeckt auch die Variante Butter (125 g), Champagner (75 ml), schwarze Perigrod-Trüffel (1 mittlere Knolle gehobelt), Knoblauch (1-2 zerdrückte Zehen), Muskatnuss (etwas frisch geriebene) und eine gute Prise grobes Meersalz.

Warenwert :