Extrawurst-Semmel
Historisches
Berühmt geworden ist sie durch die Krimiserie "Kommisar Rex", bei der von Mensch und Tier unzählige Wurstsemmeln vertilgt worden sind. Das Geheimnis der Wurstsemmel ist ihr Innenleben, denn die Extrawurst ist seit je her die große Liebe der WienerInnen. Schon in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts war diese Wurstsorte bekannt. Die Extrawurst gab es früher in zwei Varianten: „fein“ und „ordinär“, weil die Extrawurst früher wesentlich gröber war und erst mit den neuen Technologien fein – oder eben „extra“ – wurde. Seit 1925 gehört die die feine Variante der Extrawurst zum Standardrepertoire der Wiener Fleischermeister.
Zutaten
ofenfrisch vom Bäcker des Vertrauens
bester Qualität vom Fleischer (vorzugsweise eine, die ohne "Stärkemehl" hergestellt wurde)
in dünne Scheiben aufgeschnitten
Zubereitung
Die Extrawurst in nicht zu dünne Scheiben aufschneiden und in eine aufgeschnittene, vorzugsweise frisch aufgebackene Semmel geben - wer mag, gibt ein paar Scheiben von eingelegten Essig-Gurkerln dazu. Nun gibt es zwei Philosophien: die erste Gruppe genießt die Wurst-Semmel solange das ofenfrische Gebäck noch knusprig und frisch ist und verführerisch duftet; die zweite Gruppe lässt sich das verführerische Gebilde einpacken, wartet bis die Semmel weich ist und sich die "Aromen" verbunden haben und erfreut sich erst dann an der bodenständigen Jause.
Tipp
In Wien (und anderen Teilen Österreichs) kennt man natürlich auch andere Formen der Wurst-Semmel, wobei neben der Extrawurst vor allem Aufschnitt wie "Wiener", "Krakauer" oder "Käsewurst" zwischen den Semmelhälften eingebettet wird.
Übrigens: nicht nur der Qualität der Wurst kommt hier besondere Bedeutung zu, sondern auch der Semmel - sie sollte jedenfalls ofenfrisch sein und vorzugsweise von Hand gemacht sein (also eine sogenannte "Handsemmel") - doch echte Handsemmeln sind mittlerweile auch in Wien eine rare Spezialität!
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