Mühlviertler Weidegans, braun gebraten
Historisches
Trotz Jahrhunderte langer Tradition war die Gans seit den fünfziger Jahren von den Bauernhöfen fast verschwunden. Erst 1992 wurde auf der Mühlviertler Alm wieder mit der Gänsehaltung begonnen. Die Gans ist das einzige Geflügel, das Weidegras richtig verdauen kann.
Nach einer behutsamen Aufzucht im Stall werden die Tiere nach einigen Wochen bereits auf der grünen Weide gefüttert. Nach 8 Wochen sind die Tiere voll befiedert. Ab diesem Zeitpunkt verbringen die Gänse den Tag auf der Weide – nur die Nacht verbringen sie im Stall.
Das Weidegänsefleisch zeichnet sich durch die geringen Bratverluste gegenüber einer Intensiv-Mastgans aus. Das Fleisch hat 28 Wochen Zeit um heranzuwachsen. Gras statt Kraftfutter bildet die besondere Fleischqualität aus. Dadurch ist das Weidegansfleisch fettärmer.
Zutaten
(mindestens 4 kg)
Beilagen:
Zubereitung
Den Boden eines ausreichend großen Bräters dick mit Gänseschmalz ausstreichen. Zwiebel schälen, in dicke Ringe schneiden und den Bräterboden damit auslegen.
Die Gans innen und außen gut waschen, trocknen und kräftig salzen; mit einer Nadel im Bereich der Keulen mehrmals einstechen.
Gans zuerst mit der Rückenseite nach oben in den Bräter legen und bei guter Hitze (160 Grad) 45 Minuten braten, dann umdrehen und mit der Brustseite nach oben bei mittlerer Hitze (ca. 120-130 Grad) offen im Ofen braten, dabei immer wieder mit dem eigenen Bratensaft bepinseln. Nach ca. 3 Stunden (insgesamt) sollte der Vogel schön braun sein.
Als Beilagen passen Sauerkraut, Rotkraut, Semmel- und/oder Erdäpfelknödel.
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