Loserpfandl
Historisches
Ein besonderes Schauspiel bietet sich dem erstaunten Gast, wenn Helmut König die Ausseer Kasnocken in einem seiner riesigen Pfandln direkt vor der traumhaft schönen Kulisse des Ausseerlandes zubereitet: nein, kein Kitsch, sondern einfach urig-schön!
Für das eigentliche Rezept der Ausseer Kasnocken gibt es keine allgemein gültige Version, jeder kocht sie nach seinem Gutdünken ein bisschen anders: So nimmt der eine Koch 4-5 Eier, der andere nur 2 für den Nockerlteig, wieder andere meinen, dass Bergkäse besser passen würde als der Bergtilsiter usw. Da auch der Loserhütten-Wirt sein Hausgeheimnis nicht vollends preisgeben will, sei hier eine adaptierte Version des urtümlichen Gerichtes angegeben, die aber dem Original sehr nahe kommt.
Zutaten
nach Bedarf
vorzugsweise steirischer Bergtilsiter, ersatzweise Bergkäse, Emmentaler etc.
Zubereitung
Aus Mehl, Eiern, einer Prise Salz und Wasser (etwa 250-300 ml) einen eher zähflüssigen Teig schlagen, den man durch ein Spätzlesieb in kochendes Salzwasser drückt. Die Nockerln kochen lassen, bis sie oben schwimmen, abschöpfen und abtropfen, danach überkühlen lassen.
In einer großen, gusseisernen Pfanne Butterschmalz erhitzen, geschälte und mittelfein gehackte Zwiebeln darin anschwitzen. Die Nockerln dazugeben, kurz mitrösten lassen, dann großzügig geriebenen Käse darüberstreuen. Unter ständigem Wenden Käse, Zwiebeln und Nocken vermischen, mit Salz und frisch geriebenem Pfeffer aus der Mühle würzen.
Nun kommt das Entscheidende für die Zubereitung der Ausseer Kasnocken, welche nämlich goldbraun gebraten werden: die Nockerln als Ganzes am Pfannenboden ankrusten lassen, mit einer Backschaufel portionsweise wenden und auch auf der anderen Seite braten. Derart erhält man kleinere Portionen, welche rundherum appetitlich goldbraun gebraten sind.
Dazu reicht man grünen Salat.
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